Wir spielen fair und gewinnen dadurch mit Spaß - Als Ziel zur Erprobung neuer Regeln zur faireren Spielgestaltung

Einzelstunde

« zum Unterrichtsvorhaben

Lernaufgabe

Spielt das Spiel Takeshi mit der zusätzlichen Fairnessregelung und findet heraus, ob die Zusatzregelung das Spiel fairer macht. Haltet die Ergebnisse fest und entwickelt „Klassenregeln“.

Phase

Unterrichtsschritte

Medien/Materialien

Einstieg und Aufbau

Zunächst gibt es einen kurzen Rückblick auf die letzte Stunde und Ankündigung in dieser Stunde mit dem Schwerpunkt „Fairness“ weiter zu „arbeiten“.
Gemeinsam wird besprochen, ob der Spielgedanke bereits vor dem ersten Durchgang geändert werden soll – z.B.:
Damit Fairness sich lohnt, gibt es in dieser Stunde neben normalen Punkten auch Fairnesspunkte, so dass die fairste Mannschaft gewinnt.

Aufbau des gleichen oder (nach gemeinsamen Überlegungen) leicht veränderten Parcours durch die SuS in Kleingruppen.

Festgehaltene Ergebnisse der vorangegangenen Stunde, z.B. Plakat

Miniturnhalle, Gerätekarten oder Tafelzeichnung

Musikanlage/CD, USB-Stick

Turnmatten

2 Weichböden

3 große Kästen

2 kleine Kästen oder Eimer

ca. 50 Bierdeckel oder Tennisbälle

Softbälle (mindestens in Anzahl der halben Klassenstärke)

3 Langbänke

Aufwärmen

Die SuS durchlaufen den Takeshi-Parcours ein paarmal auf der einen Seite der Halle zu Musik auf der anderen Hallenseite sind Pylonen aufgestellt, die jeweils im Slalom umlaufen werden.

Pylonen

Praxisphase

Ablauf des Spiels:

Neue Mannschaften wählen lassen (Dabei kann überlegt oder geplant werden, wie ein faires „Wahlverfahren“ aussehen kann!).

Dieses Mal werden drei Mannschaften (nach neuem Wahlverfahren?) gebildet, die sich einen Namen geben. Jeweils zwei Mannschaften spielen während eine Mannschaft beobachtet.

Die Spielzeit wird entsprechend verkürzt.

Die drei häufigsten „Fairnessverstöße“ (sowohl von der Läufer- als auch von der Werfermannschaft) der vorangegangenen Stunde werden noch einmal kurz „vorgestellt“ und besprochen und gut sichtbar auf drei Karten notiert und nummeriert! Als Beispiele:

  • Schüler nehmen sich einen Bierdeckel obwohl sie getroffen wurden.
  • Schüler laufen weiter, obwohl sie getroffen wurden.
  • Schüler der Werfermannschaft werfen von vor der Bank.

Die beobachtende Mannschaft notiert nun in den folgenden Durchgängen jeweils die „Fairnessverstöße der anderen Mannschaften. Dazu teilen sich die SuS dieser Mannschaft so ein, dass immer 2-4 Schüler einen „überschaubaren“ Bereich beobachten. Diese Schüler beobachten nur, sie greifen nicht ein.

Nach jedem Durchgang werden die „Laufpunkte“ gezählt und notiert und die Beobachtungsbögen eingesammelt.

Am Ende der Stunde werden dann die Mannschaftspunkte zusammen gezählt und die Fairnessverstöße von den Punkten abgezogen. Auf diesem Weg wird dann der Sieger ermittelt. Die Spielzeit sollte aufgrund der nun geringeren Läuferzahl entsprechend verkürzt werden.

Flipchart oder Pappen

Eddings

Beobachtungsbögen „Fairness“

Reflexion

Die Kinder besprechen, in wieweit die Zusatzregelung Einfluss auf das Verhalten und den Ausgang des Spiels genommen hat und ob die „Maßnahme“ sinnvoll war. (Konnte der Spielfluss gehalten werden…?) Die Schüler können diskutieren, ob trotz der Vergabe der Fairnesspunkte, Probleme weiterhin bestanden und wie diese gelöst werden können. Das Plakat wird bei Regeländerungen ergänzt, sodass am Ende der Stunde  „Die Klassenregeln der Klasse 4 … „ entstehen.

Plakat 

Praxisphase II

Es werden noch einmal ein bis zwei Durchgänge nach den neuen Regeln gespielt. 

Abbau

Gemeinsamer Abbau

Ausblick auf weiteres Vorgehen

Die Lehrkraft bespricht mit den Kindern, dass sie in der kommenden Stunde weitere, eigene Takeshi-Parcours entwickeln werden und möglichweise ein eigenes „Klassentakeshi“ erfinden werden. 

« zum Unterrichtsvorhaben