Spielerische Zweikampfformen in Gruppen und Paaren zur Erarbeitung von Regeln kooperativen Zweikampfverhaltens

Einzelstunde

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Hinweise

Einzelstunde (65 Minuten)

Phase

Unterrichtsschritte

Medien/Materialien

Einstieg

Die Lehrkraft und die SuS begrüßen sich (Begrüßungsritual).

Die Lehrkraft bespricht mit den SuS, dass sie in dieser Stunde erste Spiele mit kämpferischem Charakter spielen werden.

Gemeinsam mit den SuS wiederholt die Lehrkraft die erarbeiteten Voraussetzungen und erinnert diese an die vereinbarten Regeln der vorangegangenen Stunde. 

Ggf. Regelplakat 

Aktivierung/Erarbeitung I

Je nach Vorlieben der Lerngruppe kann ein besonders beliebtes Spiel der letzten Stunde wiederholt werden.

Oder: Weitere Spielideen mit steigendem Körperkontakt und wachsendem, kämpferischem Charakter können erprobt werden.

  • Schlangenfangen (SuS bilden eine Reihe, Hände an den Hüften des Vordermannes, letzte/-r in der Reihe hat ein Tuch o.Ä. im Hosenbund, welches von der anderen Gruppe ergattert werden muss)
  • Begrüßung mit bestimmten Körperteilen
  • Hundehütte
  • Gordischer Knoten
  • Linienkampf (um Gleichgewicht)
  • Zieh- und Schiebekämpfe (an Linien, um Kreise/Flächen)
  • Bärenringen

Die Spielbeschreibungen

2 Tücher o.Ä. 

Ggf. Begrenzungen, z.B. Seil, Gymnastikreifen, etc.

(Zwischen-)Reflexion

Ggf. muss in einer Zwischenreflexion der wachsende Körperkontakt thematisiert werden. Nicht nur in Bezug auf geschlechtsheterogene „Paare“ in den Spielen, sondern auch die „neue körperliche Nähe“ können zu Unbehagen führen. Dies kann je nach Stundenverlauf hier oder im Abschluss erfolgen.

Erarbeitung II

Erste Kampfsituationen:

Kampf um Gegenstände (z.B. Medizinbälle - nur im Boden, Aufstehen verbieten)

Kampf um Körperpositionen (auf dem Bauch/Rücken liegen bleiben - der Partner versucht die Lage zu ändern, versuchen sich selbst umzudrehen, etc.)

Weitere Beispiele finden Sie hier: http://www.sichere-schule.de/sport/kaempfen/kis/kis.htm

Pro Paar eine Matte und ein Medizinball, o.Ä.

Abschluss

Spätestens hier, Thematisierung des gestiegenen Körperkontaktes. Folgende Fragen bieten sich dafür an:

„Gab es Aspekte, die ihr bei der Partnerwahl für die Kampfsituationen berücksichtigt habt?“

„Habt ihr die Stopp-Regel angewendet? Wenn ja: Warum?“

Die Lehrkraft sollte mit den SuS besprechen, ob sie Konsequenzen für den weiteren Verlauf des UV daraus ableiten, wie beispielsweise Geschlechtertrennung, Notwendigkeit des Einhaltens der Stopp-Regel, etc.

Abschließend verweist die Lehrkraft erneut auf die Notwendigkeit der Regeln und Sicherheitsaspekte.

Abschlussritual

Ggf. Regelplakat

Ausblick auf weiteres Vorgehen

Je nach Leistungstand der Lerngruppe (sind z.B. Judoka beteiligt) kann der Verweis auf die Sportart Judo erfolgen: Man gewinnt einen Kampf durch Fixierung des Partners auf dem Rücken für 25 Sek. -> Thema der nächsten Stunde

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