Geht da noch mehr? - Zusätzliche Bewegungsaufgaben an den Dreh- und Rollstationen, um Empfindungen aber auch die Leistungsgrenzen noch stärker herauszuarbeiten

Einzelstunde

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Lernaufgabe

Erprobt die Stationen mit zusätzlichen Bewegungsaufgaben, die ihr selbst entwickeln könnt. Stellt fest, wie sich die Erfahrungen verändern und beschreibt, warum ihr euch traut, oder nicht traut, die Station zu bewältigen.

Phase

Unterrichtsschritte

Medien/Materialien

Einstieg

Die Lehrkraft bespricht mit den Kindern, dass sie durch zusätzliche oder ergänzende Bewegungsaufgaben die Stationen noch einmal ganz anders durchlaufen und damit möglicherweise auch ganz anders empfinden werden. 

Aufbau

Die Kinder bauen die Stationen der vorangegangenen Stunde unter Zuhilfenahme ihre Karteikarten auf. Es ist noch spannender für die SuS, wenn genug Material vorhanden ist, um die Stationen noch zu erweitern. 

Karteikarten mit den Skizzen der vorangegangenen Stunde

Ringe

dicke Matten

Bänke

Sprossenwand

Stufenbarren

Matten

Seile

Kleine Kasten

großer Kasten

(je nach Ideen der Kinder)

Aufwärmen

Sanitäterspiel:

Zwei bis drei Schüler werden als Fänger ausgewählt. Ist ein Schüler abgetupft worden, muss er sich flach auf den Boden legen. Um wieder am Spielgeschehen teilnehmen zu dürfen, müssen die abgetupften Personen von vier "Sanitätern" zu einer dicken Weichbodenmatte getragen werden. Dabei kann der bereits aufgebaute Bewegungsparcours mit einbezogen werden.

Aktivierung/Erarbeitung 

Es können ein bis zwei Bewegungsaufgaben vorgegeben werden, um dann mit den Kindern weitere gemeinsam zu entwickeln.

Bewegungsaufgaben, um die Empfindungen, aber auch die Leistungsgrenzen noch stärker, als in den vorangegangenen Stunden, herauszuarbeiten, können sein:

  • Versucht, euch beim Rollen und Drehen einmal rückwärts zu bewegen!
  • Versucht, euch beim Rollen und Drehen ganz klein und dann ganz groß zu machen!
  • Versucht, mit einem Partner/ einer Partnerin gleichzeitig zu rollen und zu drehen!
  • Versucht, während des Rollens und Drehens noch Gegenstände zu transportieren!
  • Versucht, während des Rollens und Drehens einmal die Augen zu schließen!
  • Versucht, so oft wie möglich zu rollen und zu drehen!
  • Verändert die Station in der Höhe, im Winkel…
  • Entwickelt weitere Ideen.

Es wird wiederum die Beobachtungsaufgabe gestellt:
"Achtet einmal darauf, wie ihr euch dabei fühlt!"

Bei der Erweiterung "Lernzonen" bietet sich folgende Aufgabe an:
"Legt die Smileys an den unterschiedlichen Stationen ab."
"Verändern sich die Smileys, wenn ihr die Bewegung an der Station verändert?"

Hinweis:
Sollte keine Doppelstunde zur Verfügung stehen, würde an dieser Stelle die Reflexion stattfinden und der folgende Teil in die kommende Stunde verschoben werden.

Die SuS präsentieren ihre Ideen, anschließend probieren alle den Parcours mit den Änderungen aus.

Erweiterung "Lernzonen":
Die Smileys werden an den unterschiedlichen Stationen platziert.

Reflexion

Zunächst geht es um die Stationen:

  • "Gab es Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Bewegungsaufgaben?"
  • Wenn ja: "Welche?"
  • "Wie habt ihr sie gelöst?"

Nun soll vertieft werden, inwieweit die Bewegungsaufgaben das Gefühl an der Station verändert haben – etwa:
"Hast du dich sicherer/unsicherer gefühlt, als ihr langsamer/schneller drehen oder rollen solltet?"
"Hat es sich sicherer angefühlt, wenn ein Kind direkt an der Station war/deine Hand gefasst hat, ihr über die Station gesprochen habt…?"
"Was hat die Station schwieriger/einfacher/spannender/langweiliger gemacht?"

Hemmungen und Ängste sollten erneut besprochen werden, ebenso wie die Freude darüber, sich nun doch mehr zu trauen.

Erweiterung "Lernzonen":
Die SuS beschreiben den anderen, warum sie die Smileys an der jeweiligen Stationen abgelegt haben und ob sie sich nach den Zusatzaufgaben (vgl. Karteikarte der vorangegangenen Stunde) noch einmal umentschieden haben. Sie versuchen zu beschreiben, was sie veranlasst hat eine Zone zu verlassen oder nicht zu verlassen.

Anschließend sollten die Schüler erneut die Möglichkeit haben, diese Erfahrungen zu intensivieren.

Abschluss

Gemeinsamer Abbau in Kleingruppen

Ausblick auf weiteres Vorgehen

TIPP:

Die Lehrkraft bewahrt die Karteikarten auf und bespricht mit den Kindern, dass sie die Karten als Grundlage für einen „Sporthallenparcours“ nutzen können, den sie erweitern, wenn sie Stationen zum Balancieren entwickelt haben (siehe UV „Der Balanceakt“).

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