Tu' ich's - oder tu' - ich's nicht? - Bewusste Entscheidungen zum Bewegungsvollzug beim Rollen und Drehen am selbstentwickelten Geräteparcours

Einzelstunde

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Lernaufgabe

Entwickelt euren eigenen Parcours mit Übungen zum Drehen und Rollen und entscheidet selbst, ob ihr alle Stationen bewältigen wollt.

Phase

Unterrichtsschritte

Medien/Materialien

Einstieg

Die Lehrkraft bespricht mit den Kindern, dass sie in dieser Stunde verschiedene Möglichkeiten des Drehens und Rollens in einer Gerätelandschaft ausprobieren. Diese Gerätelandschaft bauen die SuS selber.

Für die Erweiterung mit Lernzonen:

Die Lehrkraft bespricht mit den Kindern die Lernzonen – dabei wird thematisiert, dass es nicht darum geht, die Angst- und Panikzone zu erreichen und dort stets Angst und Panik zu überwinden, sondern darum, die eigenen Fähigkeiten einschätzen zu lernen, zu erkennen, was man noch lernen möchte, und was man lieber bleiben lässt.

Hinweis:
Sollte keine Doppelstunde zur Verfügung stehen, bekommen die Kinder in dieser Stunde die Gelegenheit ihre Station zu entwickeln und zu erproben. In der kommenden Stunde würden die Stationen den anderen Kindern vorgestellt und gemeinsam ausprobiert und verändert.

Lernzonen mit Smileys

Ausreichend ausgeschnittene Smileys

Aufbau

Anhand der Stations- oder Karteikarten werden die Stationen der vorangegangenen Stunde in Kleingruppen aufgebaut.

Stationskarten

oder Karteikarten

oder Miniturnhalle

Aufwärmen

Mit dem Aufwärmspiel "Dieb und Polizei" bewegen sich die Schüler im aufgebauten Geräteparcours:

Es gibt zwei bis vier Polizisten, die versuchen einen Diebstahl zu verhindern. Die Diebe laufen von der einen Hallenseite zur anderen (wobei das Klettern auf dem Geräteparcours nicht gestattet ist) und versuchen ihre Beute (Parteiband) von der Ziel- zur Startlinie zu befördern. Im Zwischenraum versuchen die Polizisten so viele Diebe wie möglich abzuschlagen. Die abgeschlagenen Diebe hüpfen auf einem Bein zurück zur Startlinie. Von dort dürfen sie dann einen neuen Diebstahlversuch starten. 

Parteibänder

Aktivierung/Erarbeitung

Die Lehrkraft gibt folgende Aufgaben:

"Nutzt oder verändert die Stationen der Gerätelandschaft."

"Entscheidet euch, welche Geräteaufbauten ihr benutzen wollt und wie ihr euch daran bewegen möchtet. Helft euch dabei gegenseitig!"

Sie gibt außerdem die Beobachtungsaufgabe: "Achtet einmal darauf, wie ihr euch dabei fühlt!"

 

Bei der Erweiterung "Lernzonen" als Aufgabe:

"Legt die Smileys an den unterschiedlichen Stationen ab."

"Verändern sich die Smileys, wenn ihr die Bewegung an der Station verändert?"

Erste Erprobung:
Die Kinder entwickeln in ihrer Kleingruppe eine Bewegungsstation zum Drehen und/oder Rollen und zeichnen sie auf. Anschließend erproben sie ihre Station und entwickeln verschiedene Bewegungsmöglichkeiten, die sie auf ihrer Karteikarte verschriftlichen.

Besprechen und Erprobung der anderen Stationen:
Vertreter der einzelnen Stationsgruppen stellen ihre Stationen vor und weisen ggf. auf Besonderheiten hin oder geben Sicherheitshinweise. Nun gehen die Gruppen im Uhrzeigersinn weiter und probieren die anderen Stationen aus.

Große Karteikarten

Stifte

Ringe

dicke Matten

Bänke

Sprossenwand

Stufenbarren

Matten

Seile

Kleine Kasten

großer Kasten

(je nach Ideen der Kinder)

Reflexion

Zunächst geht es um die Stationen:

  • "Gab es Schwierigkeiten bei der Entwicklung der Stationen?"
  • Wenn ja: "Welche? Wie habt ihr sie gelöst?"
  • "Konntest du an jeder Station drehen und/oder rollen?"
  • Wenn nein: "Warum nicht?"

In einem Gespräch könnten beispielsweise folgende Empfindungen vorgestellt werden:

  • "Mir wurde nach dem Rollen immer ganz schwindelig. Das ist aber eigentlich ein schönes Gefühl!"
  • "Als ich an der Sprossenwand hochgelaufen bin und mich dann mit den Füßen abgedrückt habe, hatte ich einen Moment das Gefühl zu fliegen!"
  • "Das war für mich erst ganz komisch, als ich auf einmal mit dem Kopf nach unten an der Holzstange hing!"
  • "Zuerst hab ich mich an den Ringen überhaupt nicht getraut. Aber dann hat Melanie mir geholfen!"

Diese exemplarischen Aussagen verdeutlichen, dass die Schüler das Rollen und Drehen gerne ausführen - aber immer auch ihre eigenen Hemmungen und Ängste überwinden müssen.

Erweiterung Lernzonen:
Die SuS beschreiben den anderen, warum sie die Smileys an der jeweiligen Stationen abgelegt haben und ob sie sich evtl. nach einer Übungszeit oder Veränderung der Bewegung noch einmal umentschieden haben. Auf den Karteikarten können die Kinder vermerken, welche Smileys sie abgelegt haben. 

Erarbeitung II

In einer weiteren freien Übungsphase können die Schüler die Bemerkungen der Gesprächsrunde eigenständig erleben oder intensivieren.

Abschluss

Gemeinsamer Abbau in Kleingruppen.

Ausblick auf weiteres Vorgehen

Die Lehrkraft beschreibt den Kindern, dass sie in der kommenden Stunde die Stationen mithilfe von zusätzlichem Material um neue Bewegungsformen erweitern wollen. 

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