Cooper-Test und die Pulsmessung, zur Feststellung der individuellen Ausgangssituationen der Ausdauerleistungsfähigkeit

Doppelstunde

« zum Unterrichtsvorhaben

Phase

Unterrichtsschritte

Medien/Materialien

Einstieg

Die Lehrkraft erläutert das Stundenthema und den Stundenverlauf (Messen der individuelle Ausdauerleistungsfähigkeit (ALF)) und gibt einen Ausblick auf die kommenden Stunden:

  • Momentane ALF
  • Training(-smethoden)
  • Trainingsplan erstellen
  • ALF am Ende

 

Aktivierung

Jogging bis zum Sportplatz

Frage an SuS: "Wie kann man ALF messen?"

Die Ideen werden gesammelt, und es wird die These formuliert dass der Puls ein Indiz für die Ausdauerleistungsfähigkeit sein kann.

Die Lehrkraft erläutert die Pulsmessung und gibt dann die Arbeitsblätter heraus. 

Es folgt eine Probephase, in der die SuS sich mit dem Pulsmessen vertraut machen.

Arbeitsblätter

zur Pulsmessung (AB 2)

und zum Cooper-Test

Erarbeitung 

Der Cooper-Test als Test zur Erfassung der individuellen Ausdauerleistungsfähigkeit (im Gegensatz zu einem Laktattest).

Durchführung: Der Cooper Test wird in der Regel auf der 400m-Tartanbahn (falls vorhanden) durchgeführt. Pylonen stehen im Abstand von 100 Metern. Es wird dabei 12 Minuten am Stück gelaufen. Am Ende des Cooper-Tests wird die gelaufene Strecke gemessen und anhand festgelegter Tabellen die Leistung abgelesen.

Ursprünglich handelt es sich um einen Test für Soldaten, heute (2014) findet er immer noch Verwendung bei FIFA-Schiedsrichtern.

Durchführung des Cooper-Tests in Partnerarbeit:

  • Ein/e Schüler/in misst Strecke und Zeit (Liste!)
  • Ein/e Schüler/in führt Cooper-Test durch und misst im Anschluss Belastungs- und Nachbelastungspuls (Liste!)

4 Pylonen, Stoppuhren

Arbeitsblätter

Cooper-Test-Auswertung

Reflexion

Die SuS kommen mit ihren Ergebnissen zusammen, dabei bieten sich folgende Frage an:

"Wie sind eure körperlichen Reaktionen?"

"Was meint ihr, ist Ausdauer?"

"Was ist Training?"

 

Ausdauer:

Fähigkeit des Körpers, eine Belastung möglichst lange zu halten und sich danach schnell wieder zu erholen. Ausdauer = Ermüdungswiderstandsfähigkeit + Erholungsfähigkeit

Training:

Maßnahmen des Prozesses (wiederholende Belastungen) zur Steuerung der Leistungsentwicklung (Steigerung, Stabilisierung, Reduzierung).

 

"Ist der Cooper-Test geeignet, um die Ausdauerleistungsfähigkeit zu messen?"

"Welche Vorteile, bzw. Nachteile könnte der Test bieten? Was können wir tun, um aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen?"

 

Hinweis:

Die Kritik am Cooper-Test kann mit den SuS in der Stunde besprochen werden, wobei die Lehrkraft die Kritik vorträgt, oder ein Schüler dieses Thema als Referat vorbereitet hat. Es bietet sich auch an, den SuS die Hausaufgabe zu stellen, bis zur kommenden Stunde etwas zur Kritik am Cooper-Test herauszufinden.

Kritik am Cooper Test: Der Test eignet sich nur bedingt um die Ausdauerleistungsfähigkeit zu überprüfen. Es wird lediglich die Fähigkeit getestet eine Distanz über 12 Minuten zu laufen. Der Test gibt keinen Aufschluss über Laktatwerte und maximale Sauerstoffaufnahme. Die Energiebereitstellung in der Muskelzelle kann mit dem Cooper-Test somit nicht bestimmt werden. Da der Cooper-Test keinen Aufschluss über die tatsächliche Beanspruchung der Muskulatur gibt, ist es nicht möglich zu bestimmen, ob der Proband im aeroben oder anaeroben Bereich gelaufen ist. Es empfiehlt sich daher, bei diesem Test regelmäßig die Herzfrequenz zu überprüfen, damit diese zumindest mit ausgewertet werden kann. So wird auch in diesem Unterrichtsvorhaben vorgegangen. Um die Ausdauerleistungsfähigkeit genauer zu bestimmen eignen sich ein Laktatstufentest oder der Coconi-Test deutlich besser, sind aber mit höherem Aufwand verbunden und in größeren Gruppen kaum durchführbar.

Abschluss

Die Gruppe läuft gemeinsam langsam zum Schulgebäude zurück.

Ausblick auf weiteres Vorgehen

Die Lehrkraft berichtet, dass in der kommenden Stunde ein Orientierungslauf stattfinden wird.

« zum Unterrichtsvorhaben