Wir bewegen uns im Wasser ohne Bodenkontakt - erste Gleitübungen zum Ausbau der Bewegungserfahrungen im Wasser

Einzelstunde

« zum Unterrichtsvorhaben

Lernaufgabe

Probiert bei den verschiedenen Spielen unterschiedliche Möglichkeiten zu gleiten aus. Findet heraus, in welcher Lage ihr am sichersten gleiten könnt.

Phase

Unterrichtsschritte

Medien/Materialien

Eröffnungsphase

Nach der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler erfolgt das gemeinsame Duschen.

Duschspiel:

1. Die Kinder stehen verteilt in Kleingruppen an den Duschen und singen: "Hände waschen, Hände waschen, das kann jedes Kind. Hände waschen, Hände waschen, das geht ganz geschwind." (Das Lied wird mit anderen Körperteilen wiederholt).

2. Im Gänsemarsch (Hände auf die Schultern des Vordermannes) gehen die Schülerinnen und Schüler unter die laufenden Duschen (Wassertemperaturen der Duschen von warm auf kalt stellen) und singen: "Wir wandern, wir wandern, von einer Dusche zur ander'n."

Erarbeitungsphase

Die Lehrkraft versammelt die Kinder auf der Wärmebank und bespricht mit ihnen noch einmal die Erfahrungen der vorangegangenen Stunde. Die Kinder sollen versuchen die Erkenntnisse des Austamens und des Auftriebs in den Übungen zum Gleiten umzusetzen.

 

TIPP

Viele weitere Spielformen zum Auftrieb, zum Tauchen und zum Gleiten finden Sie in der Broschüre: "Lernen, Spiel und Sport im Bewegungsraum Wasser", herausgegeben vom LSB/NRW und der DLRG.

 

Wasserlaufen

Spielidee ist, dass die Kinder ihre Atemluft dosieren und anhalten - die Schwebelage bereitet sie auf das Gleiten vor.

Gespielt wird an der Treppe im Lehrschweimmbecken (Gruppen bilden - die Kinder, die noch nicht an der Treppe sind, dürfen ihre "Lieblingsauftriebsübung" der vorangegangenen Stunde wiederholen.

Die Kinder liegen in Bauchlage so auf einer Stufe, dass der Kopf aus dem Wasser schaut, die Schultern aber im Wasser sind. Auf dieser Stufe laufen sie an den Händen entlang. Dabei sollen die Füße nicht den Boden berühren (erste Schwebelage).

In der nächsten Phase sollen die Kinder die "Laufgeschwindigkeit" erhöhen. (Händ fassen weit nach vorn, kräftig abstoßen)

Beherrschen die Kinder dieses "Laufen", sollen sie tief einatmen, den Kopf auf das Wasser legen und während des Laufens ausatmen.

Zum Luftholen können die Kinder den Kopf heben - schafft jemand das schon, ohne die Laufbewegung zu unterbrechen?

Rakete

Die Kinder suchen sich einen Partner. Oder die Lehrkraft hält den Reifen und die Kinder gleiten hintereinander. Ein Kind "fliegt" jeweils als Rakete durch eine Wolke, die durch einen direkt (senkrecht) an der Wasseroberfläche gehaltenen Reifen dargestellt wird. Der Abstoß erfolgt vom Beckenrand oder aus der Sitzhaltung auf dem Beckenrand.

Die Reifen werden Schritt für Schritt tiefer gehalten, sodass die Kinder unter der Wasseroberfläche gleiten müssen.

Zwischen Bauch- Rücken- und Seitenlage wechseln.

Durch die Entfernung von den Reifen zur Wand, an der der Abstoß erfolgt, kann eine Gleitweite vorgegeben werden. Hier bieten sich mehrere Varianten an, z.B. Wer schafft es durch mehrere Reifen zu gleiten?

Unterschiedliche Gleitpositionen einnehmen - z.B. Knie unter den Bauch ziehen, in Hampelmann-Position gleiten, Arme an den Köper legen, wegspreizen...

Vor dem Abstoß von der Wand werden die Augen geschlossen. Sie dürfen erst nach Passieren des Reifens wieder geöffnet werden.

Brusttiefes Wasser 

Reifen

Reflexion

In dieser Übung kann die günstigste Gleitposition mit den Kindern herausgearbeitet werden, indem nach jeder Veränderung der Positon gefragt wird, ob es damit besser ging als bei der vorherigen, und warum. Das bedeutet, dass die optimale Gleitposition nicht von der Lehrkraft vorgegeben werden sollte. Die Kinder sollen die Lösung , wenn die einzelnen Positionen besprochen werden, selbst entwickeln.

Erarbeitungsphase II

Die Kinder erproben für sich, die für sie optimale Gleittechnik und präsentieren ihr Ergebnis den anderen.

Abschluss

Sollte noch Zeit sein, bildet dieses gemeinsame Spiel einen schönen Abschluss für das UV:

Fisch über den Tisch

Alle Kinder bis auf eines, stellen sich in Gassenform auf. und fassen den gegenüberstehenden Partner unter Wasser bei den Händen.

Das übriggebliebene Kind, der Fisch, stellt sich an den Anfag der Gasse und legt sich möglichst steif auf die Hände der Kinder.

Die Kinder versuchen nun den Fisch durch leichte Auf- und Abbewegungen über diesen Tisch zur anderen Seite zu transportieren.

Ist der Fisch hinter dem Tisch angekommen, reiht er sich hinten in die Gasse ein und ein anderes Kind vorne wird Fisch.

 

Ausblick

Die Lehrkraft fasst gemeinsam mit den Kindern zusammen, was sie schon alles gelernt haben, vom ersten "Wassertreten", bis hin zum Gleiten. 

Austeilen der Urkunde (optional)

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Wasser-ABC Urkunde. Darauf sind die Aufgaben angekreuzt, die von dem jeweiligen Schüler/der jeweiligen Schülerin beherrscht werden.

Wenn das Schwimmbad noch für weitere Stunden zur Verfügung steht, könnten sich sehr gut jeweils eine Doppelstunde zum Springen und zum Angleiten anschließen.

Danach ist bereits ein UV zu ersten Schwimmtechniken (siehe UV...) denkbar.

 

« zum Unterrichtsvorhaben