Sicherheits- und Gesundheitsförderung

Inline-Skating

6.1 Inline-Skating, Skateboarden, Waveboarden


Fachliche Voraussetzungen

6.1.1 Fachliche Vorraussetzungen

Eine Lehrkraft, die o. g. Bewegungsfelder und Sportbereiche im Schulsport anleitet, muss über folgende fachliche Voraussetzungen verfügen:

  • Kenntnisse theoretischer Grundlagen,
  • Kenntnisse methodischer Vorgehensweisen in den Bereichen Fahr-, Brems- und Falltechniken,
  • Kenntnisse methodischer Vorgehensweisen und insbesondere von speziellen Vermittlungsformen für ängstliche oder motorisch schwächere Schülerinnen und Schüler sowie für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung,

Kenntnisse der Material- und Sicherheitskunde, sowie der Materialwartung,

  • Kenntnisse der für Inline-Skaten und Rollschuh Fahren geltenden Verkehrs-regeln, z. B. Fahren in der Gruppe, Absicherung der Gruppe und
  • praktische Erfahrungen mit elementaren Fahr-, Brems- und Falltechniken.
Aufsicht

6.1.2 Organisation und Aufsicht

Rollsport in der Sporthalle

Rollsport in der Sporthalle erfordert die Zustimmung des Schulträgers bzw. des Sachkostenträgers.

Inline-Skating und Rollschuhlaufen in der Sporthalle beschränkt sich auf das Erlernen der Fahr- und Falltechniken sowie Bremstechniken.

Sowohl für das Inline-Skating und Rollschuhlaufen als auch für das Fahren auf Skate- und Waveboards sind flächenelastische Sportbodensysteme geeignet.

Damit die Sporthallenböden nicht beschädigt werden, sind folgende Hinweise zu beachten:

  • Keine aggressiven Fahr- und Bremstechniken durchführen.
  • Keine Sprünge von Ramps und Pipes auf dem Hallenboden oder in Sportmatten ausführen.
  • Nur saubere Rollen und Stopper verwenden, bei Verschmutzung sind die Rollen und Stopper zu säubern bzw. ggf. auszuwechseln.

Die Größe der Sportgruppe ist den räumlichen Bedingungen anzupassen. Mögliche Gefährdungen, besonders in Außenkurven, sind durch Mattenpolster zu beseitigen (z. B. die Bänke wegstellen).

Rollsport als Pausensport oder bei Schulsportfesten

Es dürfen nur räumlich oder baulich abgegrenzte Flächen benutzt werden, für die besonders Verhaltensregeln aufgestellt werden. Geeignet sind z. B. asphaltierte Schulhöfe und spezielle Skateflächen.

Wegen starker Rutschgefahr ist das Fahren auf nassem, vereistem oder verunreinigtem Untergrund zu unterlassen.

Rollsport auf Skateeinrichtungen

Bei der Aufstellung spezieller Skateeinrichtungen, wie z. B. Curbs, Ramps und Pipes, sind die sicherheitstechnischen Anforderungen nach DIN 33943 ,,Skateeinrichtungen" einzuhalten. Die Einrichtungen müssen über hindernisfreie Sicherheitszonen verfügen, die Anfahrfläche muss einen gefahrlosen An- und Auslauf ermöglichen. Skateeinrichtungen müssen gemeinsam von Lehrkraft und Schülerinnen und Schülern besichtigt werden. Bevor Rampen befahren werden, müssen entsprechende fahrtechnische Grundlagen geschaffen sein.

Ausstattung

6.1.3 Persönliche Ausstattung und Ausrüstung

Beim Rollschuhfahren, Inline-Skaten, Skateboarden, Waveboarden (auch Maxboarden) in Außenbereichen und Skateanlagen (auch Skatehallen) muss die komplette Schutzkleidung, bestehend aus Helm, Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschützern, getragen werden. Die Schutzausrüstung muss durch ,,GS"- oder ,,CE"-Zeichen gekennzeichnet sein. Lediglich beim Wave- und Maxboarden kann in Sporthallen (nach DIN 18032) auf die Schutzausrüstung verzichtet werden.