Sicherheits- und Gesundheitsförderung

FAQ betreffend: Organisation und Aufsicht

Darf eine Integrationshilfe, die für eine Schülerin/ einen Schüler mit sonderpädagogischem Unterstüt-zungsbedarf in einer Schulklasse zuständig ist, diese Schulklasse in Abwesenheit der Sportlehrkraft eigenverantwortlich beaufsichtigen?

Nein. Die Aufsichtspflicht der verantwortlichen Lehrkraft bleibt jederzeit bestehen, selbst für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und Integrationshelferinnen und -helfern. Die Aufsicht erstreckt sich auf den Weg zur Übungsstätte, auf die Umkleidekabinen und auf die Übungsstätte. Die Lehrkraft betritt die Übungsstätte als Erste und verlässt sie als Letzte. (vgl. Rechtsgrundlagen zum Erlass „Sicherheitsförderung im Schulsport“, Teil I, 2.3.1 und 2.3.2) Eine Integrationskraft ist grundsätzlich keine Lehrkraft und auch keine Hilfskraft im Sinne des Erlasses „ Sicherheitsförderung im Schulsport“. (vgl. Rechtgrundlagen zum Erlass Sicherheitsförderung im Schulsport, Teil I,1.2)

Stand: 01.12.2014

Dürfen Schülerinnen und Schüler einer Grundschulklasse im Rahmen eines offenen Ganztagsangebotes im Nachmittagsbereich ausschließlich von Eltern begleitet werden, um vom Schulhof zur 750 m entfernten Eislaufhalle zu gelangen?

Nein. Die Aufsichtspflicht der Lehr- und Fachkraft erstreckt sich auf den Unterrichtsweg zur schulsportlichen Veranstaltung. Wege zu schulsportlichen Veranstaltungen dürfen von Schülerinnen und Schülern der Primarstufe grundsätzlich nur mit Begleitung zurückgelegt werden. Eltern können aber als geeignete Hilfskräfte begleiten. (Rechtsgrundlagen zum Erlass „Sicherheitsförderung im Schulsport“, Teil I, 2.3.1 und 2.3.3)

Stand: 01.12.2014

Wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Leichtathletik AG, die von einem Übungsleiter des örtlichen Vereins geleitet wird, an einem Wochenendwettkampf teilnehmen, der vom Verein organisiert wird

und an dem auch andere Kinder und Jugendliche teilnehmen, handelt es sich dann bei diesem Wettkampf um eine Schulveranstaltung und wer muss die Aufsicht führen?

Ja, es handelt sich um eine Schulveranstaltung, wenn alle SuS der AG verpflichtend am Wettkampf teilnehmen. Der Übungsleiter ist eine Sport unterrichtende Fachkraft der Schule. Die Wochenendveranstaltung muss aber von der Schulleitung genehmigt werden. (siehe auch BASS 14-12 Schulwanderungen und Fahrten 3.1) Der Übungsleiter muss die Aufsicht sicherstellen.

Stand: 01.12.2014

 

Darf eine Schwimmmeisterin/ein Schwimmmeister vorübergehend die Aufsicht im Schwimmunterricht einer Schulklasse übernehmen?

Nein. In den Rechtsgrundlagen zum Erlass „Sicherheitsförderung im Schulsport“, Teil II, 1.3 Aufsicht heißt es dazu: „ Die Anwesenheit weiterer Personen   (z. B. Schwimmbadpersonal) entbindet die Lehrkraft nicht von ihrer Aufsichtspflicht. Grundsätzlich gilt auch beim Schwimmen im Schulsport die verantwortliche Zuständigkeit einer Lehrkraft je Lerngruppe“. Die Aufsicht obliegt gemäß den Verwaltungsvorschriften zu 57 Abs. 1 SchulG den Lehrkräften. Die Schwimmmeisterin/ der Schwimmmeister kann als geeignete Hilfskraft hinzugezogen werden, wenn keine anderen Badegäste zu beaufsichtigen sind.

Stand: 01.12.2014

Dürfen Schülerinnen oder Schüler, die mit ihrem privaten PKW zu einer Schulveranstaltung an einen Ort außerhalb des Schulgeländes fahren, Mitschülerinnen und Mitschüler mitnehmen?

Ja und Nein. Sofern es sich um SuS der Sekundarstufe II handelt, dürfen sie ihr Verkehrsmittel, also auch das Privatauto einer Mitschülerin oder eines Mitschülers, frei wählen. Sofern es sich um SuS der Sekundarstufe I oder der Primarstufe handelt, dürfen sie nicht im privaten PKW von Mitschülerinnen und Mitschülern mitgenommen werden. (vgl. Rechtsgrundlagen zum Erlass „Sicherheitsförderung im Schulsport“ ,Teil I, 2.3.3 „Wege zur Übungsstätte“)

Stand: 01.12.2014

Gilt die Teilnahme von SuS an Sportveranstaltungen (z. B. Nikolausläufen) als Schulveranstaltung, wenn die Meldungen zu den Veranstaltungen über die Schule erfolgten?

Hier gilt es zu unterscheiden. Ist die Meldung zu einer Veranstaltung nur aus organisatorischen Gründen gesammelt von einer Schule an die Organisatoren weitergeleitet werden, die Teilnahme der SuS aber freiwillig und außerhalb der eigentlichen Unterrichtszeit, so handelt es sich nicht um eine Schulveranstaltung. Ist die Meldung zu einer Veranstaltung  verbunden mit einer Verpflichtung seitens der Schule zu Teilnahme für alle SuS der Schule, einzelner Jahrgänge oder einzelner Klassen,aller oder einzelner Schulsportgemeinschaft, o.Ä., so handelt es sich um eine Schulveranstaltung, für die die Rechtsgrundlagen zum Erlass „Sicherheitsförderung im Schulsport“ zum Tragen kommen. In diesem Fall muss die Teilnahme der SuS von der Schulleitung genehmigt worden sein und müssen Lehrkräfte für die Aufsicht eingesetzt werden.

Stand: 01.12.2014

Frage: Sind alltägliche Bewegungsaktivitäten in der Pause, auf dem Schulhof oder bei Schulfahrten vom Erlass erfasst?

Die alltäglichen Bewegungsaktivitäten der Schülerinnen und Schüler, z. B. in der Pause, auf dem Schulhof oder bei Schulfahrten sind vom Geltungsbereich des Erlasses zur Sicherheitsförderung im Schulsport nicht erfasst. Sie unterliegen den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der Verwaltungsvorschrift zu § 57 Abs. 1 SchulG (BASS 12-08 Nr.1).

Stand: 30.01.2015

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