Wandertage, Schullandheimaufenthalte und Klassen-/Kursfahrten

Wandertage, Kursfahrten oder mehrtägige Klassenfahrten bzw. Schullandheimaufenthalte bieten Möglichkeiten, Sport in natürlicher Umgebung zu treiben und sich damit unter veränderten Bedingungen zu bewegen. Vor allem mehrtägige Fahrten eröffnen darüber hinaus Chancen, erfah­ rungsgebundene Einsichten in die positiven Wirkungen von Bewegung als einem strukturierenden bzw. rhythmisierenden Element des Tagesablaufs zu vermitteln.

 

 

Eintägige Ausflüge werden häufig dadurch bestimmt, dass mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein kulturell bedeutsamer Ort oder eine interessante Stätte besucht wird. Bewegungsfreundliche Alternativen bieten sich an, indem

•  das Ziel der Unternehmung erwandert oder "erfahren" wird, z.B. mit dem Fahrrad,

•  das Ziel der Unternehmung eine Bewegungsaktivität ist, die Spaß macht und Neugier

weckt, z.B. Paddeln im freien Gewässer oder Beach-Volleyball/Handball/Fußball im

Freizeitpark.

 

 

Mehrtägige Klassen- oder Kursfahrten eröffnen Bewegungschancen, die im Rahmen von Schule nicht möglich sind. Das gemeinsame Gestalten des Tagesablaufes über mehrere Tage hinweg kann neue Erlebnisqualitäten schaffen, z.B.:

•  Bewegung, Spiel und Sport können als rhythmisierende Elemente im Tagesablauf erlebt

werden, wenn an jedem Tag zu festgelegten Zeiten Bewegungsangebote wahrgenommen

werden (z.B. Frühsport, Schwimmen am Nachmittag, loggen vor dem Abendessen).

•  Könnensfortschritte werden unmittelbar erkennbar, wenn Bewegungsaktivitäten regelmäßig durchgeführt werden.

•  Bewegung, Spiel und Sport können den Zugang zur Natur erschließen, wenn naturge­ rechte Bewegungsmöglichkeiten vor Ort erkundet, vorbereitet, erprobt und intensiv erlebt werden.

•  Bewegung, Spiel und Sport können als Elemente einer gesunden Lebensweise erlebt werden, wenn ihre Rolle im Zusammenspiel von Ernährung, Erholung (z.B. Sauna) und Belastung erfahren und reflektiert wird.

 

 

Bedenken Sie bei allen Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten, die Sie während einer Klassenfahrt machen, dass

•  die Teilnahme freiwillig ist,

•  verschiedene Angebote vorhanden sind, um unterschiedlichen Interessen Rechnung zu tragen,

•  die zeitlichen Vorgaben so bemessen sind, dass die Aktivitäten ausreichend lange ausgeübt und "genossen" werden können,

•  die Partizipation und Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler gefördert wird, indem Sportgelegenheiten selbst ausgewählt, organisiert und gestaltet werden,

•  Freiräume für spontanes, ungeplantes Bewegen, Spielen und Sporttreiben vorhanden sind.

 

Brechen Sie die Einseitigkeit von traditionellen Kursfahrten (z.B. von Skikursen, Kanukursen) auf, indem Sie durch unterschiedliche Bewegungsangebote die Vielfalt der Erfahrungsmöglichkeiten im Schnee bzw. auf dem Wasser erschließen.