Bewegung, Spiel und Sport in der Pause

Bewegung, Spiel und Sport in den Pausen des Schulalltags sind für Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen sinnvoll und notwendig:

  • Sie rhythmisieren den Schulalltag, indem sie einen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Lernen und aktiver Erholung sichern.
  • Sie fördern Kommunikation und soziales Handeln, da Bewegungsgelegenheiten hierfür von Schülerinnen und Schülern selbst organisiert werden müssen.
  • Sie stellen sicher, dass Schülerinnen und Schüler ihre Schule nicht nur als Lernraum erfahren, sondern auch als Lebensraum, den sie selbst mitgestalten können.
  • Sie helfen mit, Gewalt und Aggression zu mindern.
  • Sie verhindern Langeweile und Leerlauf.

Häufig fehlen Kindern und Jugendlichen wichtige Voraussetzungen, um zu einem befriedigenden Bewegen und Spielen in den Pausen zu kommen: Sie kennen zu wenige Spiele oder sie haben - Probleme, bekannte Spiele unter den Rahmenbedingungen der Pause zu spielen.

Sie können in Ihrem Unterricht auf das Spielen in der Pause vorbereiten, indem Sie z.B.:

  • besonders im Sportunterricht, aber auch in den anderen Fächern, einen Grundbestand an Spielen vermitteln, die für die Pause besonders geeignet sind (Achten Sie dabei beson­ ders auf geringen Organisationsaufwand und vielfältige Variationsmöglichkeiten!);
  • das Bewegen und Spielen auf dem Pausenhof zum Thema in Ihrem Unterricht machen und mit Ihren Schülerinnen und Schülern Nutzungsmöglichkeiten des Pausenhofgeländes besprechen;
  • geeignete Schülerinnen und Schüler mit Helferfunktionen beauftragen.

Viel Bewegungszeit kann dadurch gewonnen werden, dass Sie z.B. die Verteilung des Spielmaterials zeitsparend organisieren.

  • Richten Sie in jeder Klasse eine Spielekiste ein. Dies gewährleistet einerseits einen schnellen Zugriff auf das Spielmaterial, andererseits führt die Zuweis ung zu einer Klasse dazu, dass Schülerinnen und Schüler sich für ihre Spielgeräte verantwortlich fühlen und um ihren Erhalt besorgt sind.
  • Entwickeln Sie Routinen und gewinnen Sie damit Zeit bei der Austeilung von Geräten. Dazu verhelfen Absprachen und Regeln für die Ausleihe und Rückgabe des Spielmaterials.

Das ist bei der Ausleihe zu beachten:

  1. Überlege Dir rechtzeitig, was Du ausleihen möchtest.
  2. Überlege, ob Du die Geräte gemeinsam mit anderen benutzen kannst.
  3. Vergiss nicht, Deinen Ausleihausweis mitzubringen.
  4. Bringe das ausgeliehene Material spätestens am Pausenende zügig dorthin zurück, wo Du es bekommen hast.

Du bist verantwortlich für das Material, das Du ausgeliehen hast. Damit Du es möglichst lange benutzen kannst, solltest Du pfleglich damit umgehen!

Grundschulkinder brauchen klar strukturierte, abgegrenzte Flächen zum Hüpfen, Springen, Klettern sowie anregende Bedingungen, ihre Bewegungsfähigkeiten auf vielfältige Weise zu erproben und zu verbessern. Sie können dies z.B. durch folgende Maßnahmen erreichen:

  • Ermöglichen und unterstützen Sie vielfältige Gelegenheiten zum Schaukeln, Schwingen, Klettern und Balancieren.
  • Stellen Sie ausreichend Handgeräte (z.B. Seilchen) zur Verfügung, mit denen die Kinder ihre Geschicklichkeit erproben können.
  • Ermuntern Sie die Kinder, ihre Fähigkeiten im Umgang mit Bällen und anderen Flugobjekten zu erproben und zu festigen.

Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II haben nicht mehr ein so stark ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis wie Grundschulkinder. Dennoch kann dieses Bedürfnis wieder geweckt wer­den, wenn altersgerechte Bewegungsgelegenheiten in der Pause angeboten werden.

Bieten Sie Jugendlichen die Möglichkeit, Bewegungsaktivitäten, die im Alltag "in" sind, auch auf dem Pausenhof durchzuführen, z.B.:

  • Fahren auf Rädern und Rollen,
  • Jonglage, Ropeskipping,
  • Basketball, Tischtennis, Fußball,
  • Klettern (z.B. durch Einrichten von Kletterwänden und Seilgärten).

Impulse für eine bewegungsfreudige Gestaltung der Pause

  • Spielmöglichkeiten auf dem Pausenhof mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam erkunden >  Primarstufe/ Sekundarstufe I
  • Ein "Spielebuch" erstellen >  Primarstufe, Beginn der Sekundarstufe I
  • Pausenspielturniere durchführen > alle Schulstufen
  • Aktionstage zum Bewegen und Spielen auf dem Pausenhof durchführen >  alle Schulstufen
  • Sporthalle in der Pause zum freien Spielen und Bewegen öffnen >  Sekundarstufen I; II
  • Bewegungsaktivitäten auf dem Pausenhof während der Springstunden ermöglichen > Sekundarstufe II
  • Vertretungsstunden möglichst häufig für Bewegungsaktivitäten auf dem Pausenhof nutzen >  Sekundarstufen I und II
  • Mit Schülerinnen/Schülern ein Pausenspielprojekt planen und durchführen >  alle Schulstufen

Konkurrierende Interessen bei der Nutzung des vorhandenen Materials und der vorhandenen Räume führen nicht selten zu Konflikten der Schülerinnen und Schüler untereinander.

Denken sie bei allen Überlegungen zu Bewegungsanregungen daran, dass sich Ihre Schülerinnen und Schüler auch einmal ungestört unterhalten müssen; sorgen Sie dafür, dass Grenzen zwischen Ruhezonen und Bewegungszonen auch von Schülerinnen und Schülern respektiert werden!