Der Balance-Akt – Bewegungsstationen entwickeln, erproben, verändern und bewerten

Lernaufgabe UV gesamt:

Entwickelt, erprobt und verändert Balancierstationen mit stabilen und instabilen Elementen und bewertet sie.

Zuordnung des Vorhabens

Schulform Grundschule
Jahrgangsstufe Klasse 3
Pädagogische Perspektive(n) Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern
Bereiche und Schwerpunkte Bewegen an Geräten - Turnen

Schwerpunkte:

Den Körper im Gleichgewicht halten

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler

  • nutzen Geräte zum Balancieren in unterschiedliche Richtungen (Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase)

Planungshinweise

Anzahl der Unterrichtseinheiten 3 Dauer der Unterrichtseinheiten Einzelstunden
Räumliche und materiale Voraussetzungen

Ein Drittel einer Mehrfachturnhalle oder eine kleine Sporthalle

Lernvoraussetzungen

Die SuS bringen vermutlich unterschiedliche Erfahrungen in Balanciersituationen z.B. auf Spielplätzen mit, folgende Voraussetzungen sollen vorhanden sein:

  • können einfache Balanciersituationen bewältigen
  • können selbstständig Gerätestationen mit Hilfe von Stationskarten auch unter Beachtung grundlegender Sicherheitsanforderungen auf- und abbauen
  • arbeiten in Kleingruppen zusammen
  • können Unterrichtssituationen mitgestalten
  • sie können gemeinsam mit der Lehrkraft den Aufbau überprüfen, helfen sich bei der Bewegungsausführung
  • gehen bewusst mit eigenen/fremden Unsicherheiten und Ängsten um.

     

Didaktisch-methodische Hinweise

Interessante Balancierstationen verleiten zum Balancieren und geben so Raum für Bewegungserfahrungen und -erlebnisse. Im Unterricht müssen für die Kinder Möglichkeiten geschaffen werden, dieses zuzulassen, Balancierstationen so zu verändern, dass sie den individuellen Bedürfnissen der Balancierenden entsprechen. Balancierstationen können unter diesem Gesichtspunkt folgendermaßen verändert werden:

  1. durch die Veränderung der Bewegungsart z.B. seitwärts oder rückwärts gehen, mit geschlossenen Augen, einbeiniges Hüpfen, Vierfüßlergang, ...
  2. durch die Veränderung der Sozialform z.B. mit einem Partner als Hilfe, mit einer Gruppe gleichzeitig, mit einem oder mehreren Partnern aneinander vorbei balancieren,
  3. durch das Aufstellen von Hindernissen z.B. über einen Medizinball, durch einen Reifen, über einen Stab, ...
  4. durch den Transport von Gegenständen z.B. einhändiges und beidhändiges Tragen von leichten/schweren Bällen, Ausbalancieren von Gegenständen wie Wurfring, Bohnensäckchen auf dem Kopf, ...
  5. durch die Veränderung des Gerätearrangements z.B. durch die Verlängerung der Balancierstrecke, durch die Verkleinerung des Balancieruntergrundes, durch Instabilität des Bewegungsuntergrundes, ...

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