Schulsportpraxis und Fortbildung

Erste landesweite Fachtagung "Netzwerk Schneesport an Schulen in NRW"

Am 16. November 2013 fand in der Skihalle in Neuss die erste landesweite Fachtagung des Netzwerks "Schneesport an Schulen in NRW" statt. Auf der Grundlage der Vereinbarung zum DSV-Schulsportkonzepts „Auf die Plätze, fertig ... Ski!“ hatte das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW (MSW) mit seinen aktuellen Netzwerkpartnern Unfallkasse NRW und westdeutscher skiverband e.V. eingeladen. Angesprochen waren vor allem die Lehrkräfte der Schulen, die bereits schulische Schneesportfahrten durchführen oder dies in der Zukunft beabsichtigen. Außerdem richtete sich die Fachtagung an die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Moderatorinnen und Moderatoren in den Bezirksregierungen und im westdeutschen skiverband e.V.. Im Rahmen der Fachtagung wurde auch das neue landeseinheitliche Qualifizierungskonzept „Schneesportleiter/in“ vorgestellt. Die Referentinnen und Referenten der Workshops wurden von den Kooperationspartnern bereits am Vortag nach Neuss eingeladen. In je 12 unterschiedlichen Theorie- und schulnahen Praxisworkshops ging es z. B. um „Attraktive Lernarrangements" und "Unterrichtsgestaltung für die Anfänger/innen/schulung“, "New School - von Park & Pipe und Pistentricks“, „Inklusion im schulischen Schneesport - eine Herausforderung“ oder „Gute Unterrichtorganisation" und "Risikomanagement in Notfallsituationen“.

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Erste Eindrücke zu den Praxisworkshops sehen Sie im Video und in der  Bildergalerie.



Dokumentation/Materialzusammenstellung zu den Theorieworkshops


Workshop 1: Die neuen DSV-Lehrpläne und ihre Bedeutung für den Schulsport -> Lars Schlüter (wsv) und Martin Weinitschke (DSV)

Die im Verlauf der letzten Saison erschienenen DSV-Lehrpläne stellen sich als konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Ausbildungskonzepte sowie der mit ihnen erlebten Praxiserfahrungen dar. Ansatzpunkte für den Schulsport ergeben sich aus den drei Kapiteln „Technik“, „Unterrichten“ und „Praxis“ für die Lehrkräfte, die den Skiunterricht gestalten gleichermaßen. Insofern soll ein Überblick über die Konzeption und Inhalte, vor allem des DSV-Lehrplans Ski alpin, sowie einige praxisnahe Beispiele als Ausgangspunkt für eine individuell tiefergehende Beschäftigung mit den Lehrplänen dienen.

Welche konkreten Hilfen können die DSV-Lehrpläne für den Schulsport in NRW geben? (99% Anfängerkurse, der Schulskikurs bleibt oft die einzige Schneesportbegegnung!)


Workshop 2: Gelungener Medieneinsatz im Schneesport -> Jörg Kiesow (skifilme.de) und Birgit Kostbahn (wsv)

Der Workshop stellt zwei Medienhilfen für Schulskiwochen vor:

  1. „Fit für die Schneesportwoche“ dient der allgemeinen Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf eine sportliche Betätigung im alpinen Umfeld. Gerade beim Erstkontakt mit Schneesportarten wie Skifahren oder Snowboarden im alpinen Umfeld können viele Gefahrensituationen entstehen, die die betreuende Lehrkraft vorher nicht bedacht hat. Die neue DVD „Schneesport an Schulen“ richtet sich an Schulskilehrerinnen und Schulskilehrer und zeigt neue methodische Wege für den Schulskikurs auf. 
  2. Die Plattform „Skiunterricht.com“ hat den Schwerpunkt „Schneesport an Schulen“, ist kostenlos und verfügt über umfangreiche und sehr praxisorientierte Materialien von „neuen Lehrkonzepten“ bis hin zu fertigen „Arbeitskarten zum Einschweißen“.

 PowerPoint zu "Skiunterricht.com"

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Workshop 3: Bewegungsgeschichten im Schnee -> Frank Trendelkamp (wsv) und Pit Simon (ZfsL Dortmund)

Wenn "Skifahrenlernen" mit Bewegungsanweisungen vor 40 Jahren noch 20 Wochen gedauert hat, haben wir es vor 20 Jahren mit Bewegungsbeschreibungen und meth. Reihen in 2 Wochen geschafft. Dank neuer Carvingtechnik und -methoden schaffen wir es, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler am 3. Tag bereits im ganzen Skigebiet bewegen können. Ein wichtiger Baustein ist die Methode über Bewegungsgeschichten. Der Workshop greift die Grundlagen der neuen Methodik auf und zeigt am Beispiel einer Bewegungsgeschichte, wie spaßvoll und zielorientiert Geschichten gestaltet werden können, um Schülerinnen und Schüler die erste Schritte zum Skifahren zu erleichtern.

 Die Post geht ab
 Die Post - Tagungsversion
 Die Post geht ab - Karten

 Frei nach Beethoven
 Frei nach Beethoven -  Karten

 Mit der AOK auf Gesundheitsreise
 Mit der AOK auf Gesundheitsreise - Karten

 Motorradralley
 Motorradralley -Karte

 Schöner als Fliegen
 Schöner als Fliegen -  Karten

 Wer den Schnee liebt
 Wer den Schnee liebt - Karten

 Material gepackt als Download!


Workshop 4: Offenes Lernen im Lernparcours: „Bremse - Kurve - Los“ -> Frank Trendelkamp (wsv)

Was wäre, wenn offene Lernkonzepte doch funktionieren würden… und gerade im  Skilauf? Was wäre, wenn SchülerInnen zwei Tage schneller das Skifahren lernen würden als Vergleichsgruppen? Was wäre, wenn Schülerinnen und Schüler nur Erfolgserlebnisse hätten und auch Unsportliche bis zum letzten Tag  einer Schneesportwoche den Spaß nicht verlieren würden?

Der Lernparcours und das Konzept „Bremse-Kurve-Los!“ stellt dies alles mittlerweile an einigen Schulen seit über 10 Jahren Jahr für Jahr unter Beweis.

 Der Lernparcours - offener Skiunterricht
 PowerPoint zu Lernparcours

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Workshop 5: Snowboard in der Schule - von trendy bis polysportiv -> Hanno Köster (BR Düsseldorf)

Snowboardfahren steht bei Kindern und Jugendlichen immer noch hoch im Kurs und sollte während einer Schneesportwoche im Schulsport nicht fehlen. Wer soll Snowboarden unterrichten und was gilt es zu beachten? Bin ich vielleicht schon zu alt für diese Sportart? Dieser Vortrag gibt Antworten und richtet sich an alle Interessierten, egal welcher Schulform oder welchen Alters, mit und ohne Snowboarderfahrung.

 Snowboard - von trendy bis polysportiv


Workshop 6: Supershorties und Shorties im Anfängerinnen- und Anfängerunterricht -> Jörg Schwarz (DSV) und Armin Mörath

 Vom Kurzski zum Carving-Ski (Anfänger)

 Skiexpress

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Workshop 7: Tipps und Tricks für die richtige Einstellung der Skibindung -> Dipl. Ing. Karel Popek (EU Normenkommission für Skibindungen)

Normgerechte Skibindungseinstellung nach ISO 11088, bzw.  ISO 13993 (Verleihnorm). Haftungsproblematik. Z-Zahl Kalkulatoren, Skibindungseinstellgeräte.

Apps für Z-Zahl Berechnung, Skibindungs-Einstellgeräte.

Wie kann ich mir helfen, wenn mein Schülerin oder mein Schüler immer aus der Bindung fällt?  Einstellmethode nach Gewicht oder  Tibia, Z-Wert, Anpressdruck, Einstellfaktoren, Schuh-Bindungssystem, Möglichkeiten und Grenzen der Hilfen durch die Skilehrerin und den Skilehrer,….)


Workshop 8: Rechtsgrundlagen für Schneesportfahrten -> Gerrit Schnabel (UK)

In diesem Workshop wird mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass man als Lehrkraft auf Klassenfahrten mit einem Bein im Gefängnis steht. Dabei wird der schul- und versicherungsrechtliche Rahmen geklärt, der bei Schneesportfahrten zu beachten ist. Dies geschieht unter Bezugnahme auf ganz konkrete Situationen, die sich auf und neben der Piste ergeben.

Material:  Rechtsgrundlagen für Schneesportfahrten

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Workshop 9: Inklusion - Teilhabe und Vielfalt im Schneesport -> Meggi Guth-Einhaus (BR Köln) und Barbara Weidenhöfer (BR Köln)

Durch zunehmend inklusive settings an Schulen wird es auch im Schneesport immer notwendiger, das Bewegungsangebot auf der Piste  entsprechend zu gestalten. Ausgehend von reichhaltigen  Praxiserfahrungen aus eigenen Schneesportfahrten in der sonderpädagogischen Förderung und einem großen Fundus an methodischen Erkenntnissen möchten wir Ihnen gelungene Beispiele und Tips  weitergeben.

Besondere Aspekte bei der  Organisation, Installation und Leitung  von Schneesportfahrten an Schulen mit gemeinsamen Lernen u. sonderpädagogischer Förderung.


Workshop 10: Das Münsteraner Modell zum inklusiven Schneesport -> Frank Wagener (BR Arnsberg) und Christian Butz (BR Arnsberg)

Beispiele aus dem Inklusionsmodul des Schneesportteams Münster :

  • Vorbereitung einer Schneesportfahrt.
  • Überlegungen zum praktischen Unterricht auf der Piste.
  • Methodische Hilfsmittel für den Unterricht

Was antworte ich, wenn mich die Klassenpflegschaft fragt, ob man mit einem Inklusionskind auch eine Schneesportfahrt machen kann? Das MS-Modell…

 Inklusion im Schneesport eine Herausforderung!?

 Powerpoint (Inklusion - Teilhabe und Vielfalt im Schneesport)

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Workshop 11: Finanzierung und Förderung von Schneesportfahrten -> Dirk van Klev (wsv)

In diesem Workshop soll allen Schulschneesportleitern Tipps und Hilfen Rund um das Geld bei der Planung und Durchführung für ihre erfolgreiche Veranstaltung gegeben werden:

  • Wer darf die Buchungen für die Veranstaltung vornehmen?
  • Wie muss ein einwandfreier Buchungsübertragungsvertrag mit den Erziehungsberechtigen aussehen?
  • Rechtliche Grundlagen im Zusammenhang mit den Richtlinien für Schulfahrten, den Reisekostenerstattungsansprüchen und Freiplätzen.
  • Einrichtung von Ansparsystemen für Schulschneesportfahrten.
  • Notwendige Einschaltung eines Mahngerichts bei säumigen Zahlern.
  • Finanzielle Förderung von vorbereitenden Schulsportgemeinschaften.
  • Zuschüsse für Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen.

 Finanzierung und Förderung von Schneesportfahrten


Workshop 12: wsv-Scout - Qualifizierung von Schülerinnen und Schülern -> Verena Lambert (wsv) und Lars Schlüter (wsv)

Schneesportfahrten in Kooperation mit dem Sportfachverband! Am Beispiel zweier Schulen wird aufgezeigt, wie Lehrerinnen und Lehrer  im Rahmen ihrer Schneesportfahrten eine intensive Kooperation mit dem Sportfachverband nutzen. Kolleginnen und Kollegen werden durch eine Weiterqualifizierungsmaßnahme (WQM) befähigt, den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Schneesportfahrt, eine Anerkennung im Namen des Sportfachverbandes auszusprechen. Die Schneesportwoche wird bei erfolgreicher Teilnahme beim Westdeutschen Skiverband als erste Ausbildungswoche zum Ski/SB-Lehrer anerkannt.

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Veranstalter und Partner

Überreichung des ersten Zertifikats zur Schneesportleiterin

Bild v.l.n.r.: Hans-Joachim Pientak (wsv), Dr. Gerrit Schnabel (Unfallkasse NRW), Claudia Ines Soika und Matthias Birkenholz (wsv).

Download Praxismaterialien

Praxisworkshop 1 - Anfängerschulung

Praxisworkshop 8 - Inklusion

Praxisworkshop 11 - Snowcarven