Sicherheits- und Gesundheitsförderung
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20 Fachkonferenzen Sport können am Pilotprojekt teilnehmen!
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer stellte Ende 2005 im Rahmen einer Internationalen Fachtagung das neue Handlungsprogramm zur Sicherheits- und Gesundheitsförderung im Schulsport vor.
Das Handlungsprogramm wird gemeinsam von der Schulaufsicht, den nordrhein-westfälischen Gemeindeunfallversicherungsverbänden, dem BKK-Landesverband NRW und der Landesunfallkasse getragen und sieht Maßnahmen bis zum Jahr 2009 vor. Es zielt darauf ab, das Schulleben stärker gesundheits- und sicherheitsförderlich zu gestalten und ist zugleich bestrebt, einen wirksamen Beitrag zur Verbesserung der Schulqualität zu leisten.
Die Gremien, die das Handlungsprogramm landesweit begleiten, haben im Herbst 2006 ein erstes Projekt zur „ Selbstevaluation des schulsportlichen Unfallgeschehens “ beschlossen. Dieses Vorhaben wurde von der in Fragen der Unfallforschung und Sicherheitserziehung ausgewiesenen Wuppertaler Forschungsstelle „Mehr Sicherheit im Schulsport“ vorbereitet.
Das schulnahe Projekt besitzt das Ziel, neuartige Formen der „schulinternen Berichterstattung“ zu erproben, um eine konsequentere Bearbeitung des schulsportlichen Unfallgeschehens bei den für den Sportunterricht zuständigen Kollegien aller Schulen zu erreichen.
Das Anmeldeformular als Download ( )
Die Notwendigkeit, den Schulsport attraktiv und noch sicherer zu gestalten, liegt weiterhin auf der Hand – denn in NRW werden täglich, d.h. an jedem einzelnen Schultag fast 1.400 Schulunfälle bei den Gemeindeunfallversicherungen gemeldet!
Davon entfallen ca.
· 600 auf den Schulsport ,
· 330 auf die Pausenzeiten und
· 420 Unfälle auf die sonstigen Unterrichtsstunden.
20 Fachkonferenzen Sport aus den Regierungsbezirken Düsseldorf und Münster erhalten professionelle Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihrer schulischen Sicherheitsförderung. An diesen Schulen soll das schulsportliche Unfallgeschehen anhand der Unfallanzeigen gemeinsam ausgewertet und im Rahmen einer Fachkonferenzsitzung konstruktiv besprochen werden. Die gemeinsame Zusammenarbeit regelt eine Kooperationsvereinbarung, die von der Schulleitung, der Fachkonferenz Sport und der Wuppertaler Forschungsstelle unterschrieben wird.
Auszug aus der Kooperationsvereinbarung:
Die Forschungsstelle „Mehr Sicherheit im Schulsport“ der Bergischen Universität Wuppertal unterstützt die Fachkonferenz Sport
bei der systematischen Aufbereitung und Auswertung der Unfallanzeigen der vergangenen Jahre,
bei der Erstellung eines schulinternen Ergebnisberichts zum schulsportlichen Unfallgeschehen sowie
bei der Vorbereitung und Durchführung der Besprechung des Ergebnisberichts im Rahmen einer Fachkonferenzsitzung.
Weiterhin erhalten die beteiligten Schulen Informationen und Materialien zur Prävention der schulischen Unfallschwerpunkte. Darüber hinaus stellt die Forschungsstelle „Mehr Sicherheit im Schulsport“ ein anwenderfreundliches Eingabe- und Auswertungsprogramm (Excel-Datei) zur Verfügung, das am Ende des Projekts bei der beteiligten Schule verbleibt. Die Forschungsstelle dokumentiert in Kooperation mit den beteiligten Schulen die Ergebnisse des Projektes.
Die Schule / Fachkonferenz Sport erklärt ihre Bereitschaft, die Unfallanzeigen der vergangenen Jahre mit Unterstützung der Forschungsstelle in anonymisierter Form in eine anwenderfreundliche Excel-Datei einzugeben und die Ergebnisse im Rahmen einer Fachkonferenz Sport zu behandeln.
Eine Projektgruppe aus Beratern im Schulsport und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forschungsstelle „Mehr Sicherheit im Schulsport“ unterstützt die Bestandsaufnahme des schulinternen Unfallgeschehen („Selbstevaluation“). Mitglieder der Projektgruppe sind die Berater für den Schulsport Dr. Michael Pfitzner (RP Münster) und Michael Kilian (RP Düsseldorf) und von Seiten der Wuppertaler Forschungsstelle Ute Derks, Inga Seidel und Prof. Dr. Horst Hübner; die Projektgruppe kooperiert mit der Dezernentin Sybille Wallossek (RP Düsseldorf) und dem Dezernenten Günther Dvorâk (RP Münster).
Zeitplan des Pilotprojekts
März - April 2007: Bis zu den Osterferien 2007 können sich Schulen, die an dem Projekt teilnehmen möchten, bei der Wuppertaler Forschungsstelle anmelden! Den ersten 20 Schulen wird eine 100%-ige Unterstützung garantiert!
23. Mai 2007: Eine Auftaktveranstaltung mit Vertretern aller Projektschulen findet an der Bergischen Universität statt.
Mai - Dezember 2007: In diesem Zeitraum erfolgt die Eingabe der Daten, die Auswertung des Unfallgeschehens und die Besprechungen im Rahmen einer Sitzung der Fachkonferenzen Sport an den teilnehmenden Schulen.
Januar - April 2008: Die Erfahrungen mit der schulinternen „Selbstevaluation“ werden aufbereitet.
28. Mai 2008: Die Projektschulen nehmen an einem speziellen Workshop zur „Theorie und Praxis schulnaher Sicherheitsförderung“ in der Sportschule Oberwerries teil.
Juni - Juli 2008: Veröffentlichung von „good-practice-Beispielen“ zum schulinternen Umgang mit Schulsportunfällen .
Weitere Informationen zum Projekt „Selbstevaluation des schulsportlichen Unfallgeschehens“ finden sich auf der Homepage der Forschungsstelle „Mehr Sicherheit im Schulsport“ www.sportsoziologie.uni-wuppertal.de :
Nähere Hinweise können auch telefonisch erfragt werden bei Prof. Dr. Horst Hübner (Tel.: 0202/439-2009) oder Inga Seidel (Tel.: 0202/439-2303) oder per Email: hhuebner@uni-wuppertal.de oder iseidel@uni-wuppertal.de angefordert werden.





