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Dreiklang für Talentförderung

König-Mathilden-Gymnasium ist jetzt Partnerschule des Leistungssports

VON THOMAS HAGEN

Herford. Das Thema Schule bleibt ein Dauerbrenner. Mit Beginn dieses Monats hat das König-Mathilden-Gymnasium eine besondere Rolle im Stadtgebiet Herfords übernommen: Sie ist jetzt "Partnerschule des Leistungssports". Landesregierung und Landessportbund wollen mit dem Gleichklang von Vereinen, Schule und heimischer Wirtschaft als Sponsor die Talentförderung vorantreiben und dem Fach Sport eine größere Bedeutung geben.

Wie sportlich das KMG bereits ist, zeigten die Vorführungen der Fechter, Judokas und Tänzer. Ihre Talente werden bereits in Vereinen gefördert, sollen im Schulsport noch weiter nach vorn gebracht werden. Bürgermeister Thomas Gabriel sah in der Aufnahme des KMG ins Verbundsystem "Schule und Leistungssport in NRW" eine zukunftsweisende Entscheidung, zumal mit Textilunternehmer und Reitsport-Ass Wolfgang Brinkmann erstmals ein Wirtschaftsunternehmen in der Schulgeschichte als Sponsor auftrete.

Zu Beginn der Präsentation machte Gabriel gestern deutlich, dass das Netzwerk aus Landes-, Kreis- und Stadtsportbund, sowie den heimischen Vereinen und der Wirtschaft Leuchtkraft für die Entwicklung des Schulsports haben werde. Sport sei nicht eindimensional, so Gabriel. "Leistungssport schafft Vorbilder. Leistungsbereitschaft muss einerseits belohnt werden, aber Misserfolge müssen auch verarbeitet werden". Georg Prust, Referent der Landesstelle für Talentförderung, überreichte offiziell die Ehrenschilder an Schulleiter Dr. Ernst-Dieter Koepper und Dieter Steffen, stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes, sowie Carlo Meier vom Stadtsportbund.

Prust wies auf den politisch und gesellschaftlich erklärten Willen hin, begabte Jugendliche zu fördern. "Wir müssen die Schüler auf einem beschwerlichen Weg unterstützen". Dazu zähle, dass das KMG nun die besonderen Bedingungen von Leistungssportlern bei der Unterrichtsgestaltung und im Schulalltag berücksichtigt. Zwar gewähre das Land zusätzliche Lehrerstunden, die jedoch würden nicht ausreichen, habe man bereits festgestellt.

Hier wies er auf das Engagement vieler Lehrkräfte hin, die über den verlangten Rahmen hinaus mit den Schülern arbeiteten. Dr. Koepper brachte mit dem Slogan "gelernte Gesundheit" auch die Schüler ins Spiel, die Bewegungsdefizite haben. "Es gibt 30 Prozent hochbegabte Schüler im Sportbereich, aber auch 20 Prozent, die sich zu wenig bewegen". Auch diese Gruppe müsse gefördert werden.

Henrike Flachmann und Viola Enders, zwei sportlich (und zugleich schulisch) erfolgreiche Schülerinnen interviewten Wolfgang Brinkmann, den Olympiasieger im Springreiten von 1988.

Im Computerzeitalter müsse der Sport ein Gegengewicht bilden. Brinkmanns Botschaft an die Schüler: "Treibt Sport, es muss ja nicht gleich zum Olympiasieg führen, Kreismeister zu sein ist doch auch schön".

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Dokument erstellt am 30.09.2004 um 17:45:36 Uhr
Erscheinungsdatum 01.10.2004 | Ausgabe: HERFORD | Seite: -UNVERSEITET