Sicherheits- und Gesundheitsförderung

Partner:
Landesunfallkasse Nordrhein-Westfalen
BKK Landesverband NORDWEST

Stressbewältigung durch Bewegung


Ziele des Projektes

  • Entwicklung des Programms zur Stressbewältigung durch Bewegung:
    Bewegung, als gesundheitsförderliche Ressource betrachtet, wird eingesetzt, um die negativen Auswirkungen der Stressereignisse auf die Gesundheit zu vermeiden oder abzupuffern. Die Stressbewältigung hat, vermittelt durch das Medium Bewegung, gegenüber anderen Stressbewältigungsmöglichkeiten (z.B. klassische Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation) den Vorteil,
    • die Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler für Stresssignale zu sensibilisieren,
    • den ausgewogenen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung erfahrbar zu machen und
    • die Aneignung neuer Handlungsmöglichkeiten zur Stressbewältigung in vivo vornehmen zu können.
      Als Schulfach wird der Sportunterricht gewählt, in dem nachweislich bewegungsbezogene Stresssituationen auftreten, die konkret genutzt werden können, um einen gesundheitsgerechteren Umgang mit den Stresssituationen "hautnah" zu vermitteln.
  • Bereitstellung eines wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werdenden Programms: Zu diesem Zweck wurde eine Evaluationsstudie durchgeführt, um die Praktikabilität, Akzeptanz und die wahrgenommenen Wirkungen des Programms zur Stressbewältigung durch die Schülerinnen und Schüler bewerten zu können.
  • Verwirklichung der Sinndimension "Gesundheit", die in den neuen Lehrplänen für das Unterrichtsfach Sport vorgesehen ist: Da für deren Realisierung die Sportlehrkräfte nicht hinreichend ausgebildet sind, sollen in Fortbildungsveranstaltungen Sportlehrerinnen und Sportlehrer befähigt werden, eigenständig das Unterrichtsprogramm durchzuführen und als Multiplikatoren für ihre Kolleginnen und Kollegen fungieren zu können
  • Zielsetzungen und Unterrichtsinhalte des Programms: Die Ziele des Stressprogramms können zwei Hauptaspekten zugeordnet werden:
    • Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die körperlichen und psychischen Stressreaktionen und ihr Bewegungsverhalten unter Stress sowie Erfahrung des gesundheitsförderlichen Wechsels von Anspannung und Entspannung durch Bewegung.
    • Verbesserung der Stressbewältigungskompetenz der Schülerinnen und Schüler, indem sie sich einerseits Lösungsmöglichkeiten für Belastungssituationen durch das Erlernen von alternativen Lösungsmöglichkeiten, Erkennen des Umgangs mit belastenden Situationen und die Suche nach entlastendem Umgang mit bisher belastenden Situationen aneignen. Andererseits soll die Stressbewältigungskompetenz der Schülerinnen und Schüler durch die Förderung der eigenverantwortlichen Aufgabenbewältigung verbessert werden, die sich vor allem darin zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler die individuelle Belastungsdosierung und den Umgangs mit Komplexität (mehrere Dinge gleichzeitig tun) lernen, erworbene Handlungsmöglichkeiten in Alltagssituationen anwenden und Regeln selbständig erarbeiten können.
Zum Seitenanfang
Zur Erreichung dieser Ziele wurden für acht Unterrichtseinheiten Teilziele formuliert:
Sensibilisierung für
Stresserleben
Verbesserung der Stressbewältigungskompetenz
Sensibilisierung für Reaktionen nach körperlichen und psychischen
Belastungen
(Unterrichtseinheit 1)

Bewegung als Mittel der Stresskontrolle kennenlernen
(Unterrichtseinheit 3)

Wahrnehmung des individuellen
Bewegungsverhaltens unter Stress
(Unterrichtseinheit 2)
Aneignung von Lösungsmöglichkeiten für Belastungssituationen
(Unterrichtseinheit 5 und 7)
Erfahrung des Wechsels von
Anspannung und Entspannung
(Unterrichtseinheit 2)
Förderung der eigenverantwortlichen
Aufgabenbewältigung
(Unterrichtseinheiten 3, 4, 6 und 8)
Erkennen des Zusammenhangs
zwischen Bewegung und Atmung
(Unterrichtseinheit 3)
 


Zeitplan des Projektes

Die Durchführung des Stressprogramms fand im September 2001 im Rahmen einer Projektwoche an der Thusnelda-Schule in Köln-Kalk statt. Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Stressprogramm von Montag bis Donnerstag (jeweils zwei Unterrichtseinheiten pro Tag) absolviert hatten, präsentierten sie am Samstag ihre Projektergebnisse den anderen SchülerInnen, den Lehrern und den Eltern. Im Anschluss an die Projektwoche wurde die Effektivität des Programms anhand von Fragebögen untersucht.