Sicherheits- und Gesundheitsförderung

Partner:
Landesunfallkasse Nordrhein-Westfalen
BKK Landesverband NORDWEST

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Stressbewältigung durch Bewegung

Unterrichtseinheit 1
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Sensibilisierung für Körperreaktionen Wahrnehmungs-
übungen nach körperlicher Belastung (z.B. Pulsmessung vorher, direkt nachher und Erholungspuls)
1. Durchgang Zonenlauf ohne Ball unter Wettkampf-
bedingung
Während des Aufwärmens Puls erfühlen lassen (Mittel- und Ringfinger am Hals oder an der Handwurzel).
Nach der Belastung auffällige Unterschiede von vorher-nachher und Ruhepuls ansprechen.
Sensibilisierung für Entspannungsreaktionen Entspannung nach körperlicher Belastung
2. Durchgang Zonenlauf mit der Aufgabenstellung, die Pulsfrequenz zu steigern
Nach der Belastung "Reise durch den Körper" (10 min) (Konzentration auf Atmung, Herzschlag, Wärme, Muskelempfinden)
Die Schüler sollen nach der Belastung im aufrechten Gang stehen und die Augen schließen.
Die Schüler sollen durch den Lehrer geleitet die Aufmerksamkeit auf die Herzschlagfrequenz, Atemfrequenz, Wärmeentwicklung und Muskelempfindungen lenken.
Wo spürt ihr den Herzschlag am deutlichsten? Nehmt wahr, wie schnell und kräftig das Herz schlägt. Wie atmet ihr? Nehmt wahr, wie tief geatmet wird. Wird durch Mund oder Nase oder beides geatmet?
Wo ist euer Körper am wärmsten? Nehmt die Körperstellen wahr, an denen Schweiß aufgetreten ist.
Welche Muskeln spürt ihr am deutlichsten? Nehmt wahr, welche Muskeln besonders weh tun.
Konzentriert euch wieder auf euren Herzschlag und den Atem und vergleicht den jetzigen Zustand mit dem früheren, direkt nach der Belastung.
Unterstützung durch entspannende Musik
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Unterrichtseinheit 2
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Erfahrung des Wechsels von Anspannung und Entspannung
Anspannungs-
Entspannungs-
Wechsel in der
Aufwärmphase
"Schmelzender Schneemann"

 

Inszenierung durch Episode
Schüler stellen sich vor, steif und festgefroren wie ein Schneemann zu sein. Sie bauen in ihrem Körper die entsprechende Spannung auf. Sie bleiben für 10 sec. in dieser "steifen" Haltung stehen. Danach beschreibt der Lehrer, wie der Schneemann durch die Frühlingssonne ganz langsam zu schmelzen beginnt. Die Schüler versuchen das Auftauen ganz langsam nachzuvollziehen. Am Ende liegen die Schüler zusammengekauert auf dem Boden.
Wahrnehmung des individuellen Bewegungsverhaltens unter Stress Einfluss von Zeitdruck auf das Gehen "Ich habe es eilig" Die Schüler verteilen sich in der Halle und stellen sich vor, dass sie es sehr eilig haben ("ich habe verschlafen", "ich muss den Zug noch bekommen"). Die Schüler sollen die Situation anschließend in Bewegung umsetzen. Durch den Lehrer soll die Aufgabe beendet werden, indem ein positives Ende der Geschichte (rechtzeitig zur Schule gekommen, den Zug noch erreicht) herbeigeführt wird.
"Ich habe Zeit"
"Gehen auf Zeit"
Danach sollen sich die Schüler vorstellen, sie hätten viel Zeit. Die Schüler sollen in einer vorgegebenen Zeit (z.B. 2 min) von einer Hallenseite zur anderen gehen und sollen nicht zu früh oder zu spät ankommen. Vor Bekanntgabe der Zeit durch den Lehrer sollen die Schüler ihre Zeit selbst schätzen. Typische Fragen könnten sein: Fällt es schwer ein langsames und gleichmäßiges Tempo einzuhalten? Woran erinnert das langsame Gehen? Welche Gedanken kommen während des Gehens auf?
Bewegungen situationsangemessen regulieren lernen Geschwindigkeit an Aufgabe anpassen "Luftballon treiben" Jeder Schüler bläst einen Luftballon auf und treibt ihn nur mit der Hand so schnell wie möglich von einer Hallenseite zur anderen. Erfahrungsaustausch. Wo lagen die Schwierigkeiten bei der Aufgabe? (nicht so schnell können, wie man wollte)
Aufgabe kann unter Wettkampfbedingungen wiederholt werden.
"Biathlon"
1. Durchgang
4 Gruppen sind um ein Volleyballfeld verteilt. Jeder Schüler läuft eine Runde und muss danach einen Ball in einen Kasten werfen.
Gewonnen hat der Schüler, der die meisten Punkte hat.
"Biathlon"
2. Durchgang
Danach wird ein 2. Durchgang durchgeführt. Vor dem Durchgang sollen die Schüler Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, wie sie mit der Aufgabe besser umgehen können (z.B. vor dem Wurf durchatmen, vor der Wurfaufgabe die Geschwindigkeit drosseln).
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Unterrichtseinheit 3
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Erkennen des Zusammenhangs zwischen Bewegung und Atmung Atem- und Bewegungsrhythmus miteinander verbinden "Gehen im Atemrhythmus" in der Aufwärmphase üben Die Schüler gehen mit kleinen Schritten durch die Halle und achten darauf, dass das Gehen und Atmen aufeinander abgestimmt sind.
Danach das Ein- und Ausatmen verbunden mit verschiedenen Schrittanzahlen üben (z.B. zwei, drei, vier, fünf Schritte beim Ausatmen und Einatmen gehen). Die Schüler sollen beobachten, wie die unterschiedlichen Rhythmen wirken und den für sie passenden Rhythmus herausfinden.
Bewegung als Mittel der Stresskontrolle kennenlernen Entspannung durch Bewegung nach körperlicher Belastung Auslaufen, Dehnen, durch die Halle gehen nach dem 1. Durchgang des Belastungsparcours (Circuittraining) Vorgabe der Belastungszeiten und Pausenzeiten. Nach dem Durchgang Puls messen und Instruktion durch den Lehrer, welche Dehnübungen gemacht werden können.
Lernen der individuellen Belastungsdosierung und Anwendung der Entspannungsübungen
Selbstbestimmte Dosierung der Belastung und Veränderung der Anforderungen 2. Durchgang des Belastungsparcours Methode der Kontrastierung (selbstbestimmte Aufgabenstellung)
Registrierung der individuellen Belastungs- und Pausenzeiten
Diskussion zum individuellen Belastungs- und Pausenverhalten.
"Schmelzender Schneemann" Beim Abwärmprogramm Übung "Schneemann" durchführen
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Unterrichtseinheit 4
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Lernen des Umgangs mit Komplexität (mehrere Dinge gleichzeitig tun) Lösen von Mehrfachaufgaben (Anforderungshäufung) Balancierparcours Balancierparcours mit verschieden schwierigen Aufgaben (u.a. Balancieren und zugeworfenen Ball fangen, beim Balancieren einen Ball hochwerfen und fangen, beim Balancieren einen Luftballon hochhalten) und den Schülern freistellen, mit welcher Schwierigkeitsstufe sie beginnen wollen.
Pendelball" Ball hängt von der Decke, 4 Bänke stehen im Quadrat. Schülern stehen auf umgedrehten Bänken und müssen dem angestoßenen Ball ausweichen und Balance halten. Wer von der Bank steigen muss, muss den Ball anstoßen. Die Pendelstaffel sollen alle Schüler am Ende dieser Unterrichtseinheit machen.
Sensibilisierung für Reaktionen auf psychische Belastungen Auseinandersetzung mit unbekannten, unvertrauten Situationen Aufgaben mit geschlossenen Augen lösen"Rückwärtsfallen" Beim "Rückwärtsfallen" stehen die Schüler im Kreis und ein Schüler befindet sich im Kreis. Er lässt sich nach hinten fallen und die Schüler bewegen ihn durch leichtes Anstoßen im Kreis.
"Risikogang" Beim "Risikogang" stehen die Schüler auf einer Hallenseite und sollen mit geschlossenen Augen zur gegenüberliegenden Hallenseite gehen. Ein Schüler geht nebenher mit und "führt" ihn. Vor der Aufgabe sollen die Schüler den Puls messen. Pulswerte nennen lassen und kommentieren.
Die Übung sollte wiederholt werden, um Unterschiede im Verhalten herauszufinden.
"Mit geschlossenen Augen balancieren" Danach sollten die Schüler auf der Bank des Balancierparcours mit geschlossenen Augen balancieren (mit Hilfestellung).
Behutsames Vorbereiten auf die Aufgaben ist wichtig.
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Unterrichtseinheit 5
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Erlernen von alternativen Lösungsmöglichkeiten Psychisch belastende Unterrichtssituationen (z.B. Vormachen, Mannschaft wählen)
Spielstunde Basketball (Korbleger, Sprungwurf) Aufwärmprogramm mit Dribbeln und Korbleger
Korblegertechnik ("Situation Vormachen")
Im Vordergrund steht der Bewegungsablauf und nicht das Resultat (Treffen des Korbes).
  1. 1. Schritt: Schüler fragen, worauf es beim Korbleger ankommt. Die Bewegung von einem Schüler beschreiben lassen. Dieser soll den Korbleger ausführen ("mach es mal").
    2. Schritt: Die Bewegung von einem
  2. Schüler beschreiben lassen. Bevor der Schüler den Korbleger ausführt, soll er sich den Korbleger vor dem geistigen Auge vorstellen ("Denk genau daran, wie Du die Bewegung gerade beschrieben hast").
  3. Schritt: Mit den Schülern erarbeiten, worauf es beim Korbleger ankommt ("Suche der Knotenpunkte"). Ein Schüler soll danach den Korbleger ausführen. Wenn er den Ball in der Hand hat, soll er sich die Knotenpunkte vorstellen. Alle anderen Schüler stellen sich ebenfalls die Knotenpunkte vor.
  4. Schritt: Lehrer bestimmt einen Schüler, der die Übung "vormachen" soll. Was hat der Schüler zu tun? Was musst Du machen? Der Schüler soll sich die Knotenpunkte der Bewegung vorstellen. Danach den Korbleger ausführen. Alle anderen Schüler stellen sich ebenfalls die Knotenpunkte vor.
  5. Schritt: Lehrer fragt die Schüler, wer will den Korbleger "vormachen"? Der Schüler, der sich meldet, soll die Knotenpunkte benennen, sich die Bewegung vorstellen und ausführen. Alle anderen Schüler stellen sich ebenfalls die Knotenpunkte vor.
Danach "Mannschaft wählen" für ein Basketballspiel.
Die "Mädchen wählen". Die Spiele werden durchgeführt.
Wiederholung des Basketballspiels: Diesmal wählen die Schüler.
Reflexion der Unterrichtseinheit Entstehungsbedingungen von Stress   Diskussion mit einem Experten
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Unterrichtseinheit 6
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Regeln selbständig erarbeiten
Variation der Regelvorgaben "Football" Beim Aufwärmen mit dem "Football" vertraut machen. Die Aufwärmarbeit endet mit dem "Passen im Rotationsbetrieb", mit dem auch die beiden Mannschaften für das anschließende Spiel gebildet werden.
Das Spiel wird mit der Spielidee begonnen: Ziel der Mannschaften ist es, dass in der Endzone ein Ball gefangen wird. Für diesen Fall gibt es einen Punkt.
Nach 5min wird das Spiel unterbrochen und die Frage gestellt, was könnte man verbessern. Die Regelvorschläge werden unkommentiert gesammelt. Danach wird mit einem Vorschlag begonnen, der ausprobiert wird. Das Ausprobieren eines weiteren Vorschlages kann folgen, bis eine Spielidee entwickelt wurde, die "funktioniert".
  1. nach Fehlwurf bekommt die andere Mannschaft den Ball
  2. der Spieler in Ballbesitz darf nicht mehr laufen, sondern nur abspielen
  3. alle Spieler müssen vor dem erzielten Punkt am Ball gewesen sein
  4. der ballbesitzende Spieler darf körperlich nicht berührt werden
Vergleich von Spielen mit unterschiedlichem Regelungsgrad.
Am Ende der Unterrichtseinheit: Abwärmen durch Bewegung Die Schüler gehen durch die Halle und koordinieren Atmung und Bewegung, dabei Anwendung des individuellen Rhythmus. Danach Spiel "Roboter". Die Schüler sollen sich beim Gehen immer mehr in einen Roboter verwandeln, indem sie nach und nach einzelne Gelenke "fixieren". Unterstützung durch Musik (Kraftwerk - Die Roboter). Am Ende lösen die Schüler die Fixierungen langsam und lockern die Muskeln.
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Unterrichtseinheit 7
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Erkennen des Umgangs mit belastenden Situationen Umgang mit Zeitdruck Bump: "Basketballfreiwurf in der Gruppe" Die Schüler stehen an der Freiwurflinie hintereinander. Die ersten beiden Schüler fangen an. Jeder von ihnen hat einen Basketball. Der 1. Schüler wirft von der Freiwurflinie. Trifft er bleibt er im Spiel und stellt sich hinten an. Trifft er nicht, kann er durch Reboundversuche einen Treffer erzielen. Er bleibt im Spiel, wenn er vor dem 2. Schüler, der direkt nach dem 1. Wurf des Vordermannes werfen darf, einen Korb erzielt. Aufgabe ist es, möglichst vor seinem Partner einen Korb zu erzielen. Gelingt es nicht, muss der Schüler ausscheiden. Mit den Schülern die Gründe des Ausscheidens analysieren.
Suche nach entlastendem Umgang mit bisher belastenden Situationen
Freiwurfspiel "2ball" Zwei Personen bilden eine Mannschaft. Das Spiel findet auf einer Spielhälfte statt, auf der 7 Punkte markiert sind, von denen auf den Korb geworfen werden kann. Für die einzelnen Abwurfpunkte gibt es unterschiedlich viele Punkte, je nach Schwierigkeitsgrad jedes Wurfes. Jede Zweiermannschaft hat eine Minute Zeit, um möglichst viele Körbe zu werfen.
3 Wiederholungen
Vor jeder Durchführung soll die Gruppe angeben, wie viele Punkte sie erzielen will (vgl. Beobachtungsbogen).
Nach jeder Übung soll sich die Gruppe das erzielte Ergebnis anschauen und eine Strategie für die nächste Übungswiederholung überlegen. 2 Beobachter registrieren die erzielten Punkte.
Unterrichtseinheit 8
Ziel Inhalt Aufgabe Anmerkungen
Erworbene Handlungsmöglichkeiten in Alltags-situationen anwenden können Umgang mit Risiko Kletterwand Die Schüler sollen sich eine Schwierigkeitsstufe aussuchen und angeben wie hoch sie klettern wollen.
Es sollen drei Wiederholungen durchgeführt werden.
Vor jeder Wiederholung werden die Schüler nach der Schwierigkeitsstufe, der Kletterhöhe und der Befindlichkeit gefragt (vgl. Einschätzskala).

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