Sicherheits- und Gesundheitsförderung

Partner:
Landesunfallkasse Nordrhein-Westfalen
BKK Landesverband NORDWEST

STICHWORT: ENTSPANNUNG

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Die folgenden drei Übungsbeispiele sind in variierter Form auch Gegenstand der Audio-Kassette des Medienpakets. Sie werden hier in einer gekürzten Textfassung noch einmal aufgeführt, um allen jenen Lehrkräften eine leicht zugängliche Orientierungshilfe zu geben, die sich von der Audio-Kassette lösen wollen.


Übungsbeispiele zur Eutonie:

Übung A:

Die Schülerinnen und Schüler hegen mit ihrem Rücken auf einer festen Matte oder einer Wolldecke. Neben jeder Hand hegt ein Tennisball. Sie spüren bei geschlossenen Augen ihre Berührungen zum Boden hin und konzentrieren sich nun besonders auf den Rückenbereich vom Steißbein bis zu den Schulterblättern. Die verbale Begleitung durch die Lehrkraft lenkt die Aufmerksamkeit langsam von einer zur anderen Körpergegend, so daß der Rücken zunehmend bewußter erfahren und empfunden und die Berührungsflächen und "Hohlräume" zum Boden deutlicher werden können.

Dann legen die Schülerinnen und Schüler die Tennisbälle rechts und links neben die Brustwirbelsäule. Ihr Oberkörper ruht auf diesen beiden Bällen:

"Atme ruhig weiter und mache dir bewußt, wo der rechte/linke Ball drückt, … wie weit liegt er von der Wirbelsäule weg, berührt er sie? … Stell dir vor, deine Luft strömt bei der Ausatmung durch den Rücken, … durch … (usw.). – Wie weit liegen beide Bälle voneinander entfernt? … Sie sind auch ein bißchen zusammengedrückt, dort, wo sie deinen Rücken berühren, … wie sehen sie da wohl aus? … und dort, wo sie auf dem Boden aufliegen? … Sie sind ein wenig dünner geworden. Wie groß spürst du die Bälle unter deinem Rücken? Nun spüre einmal, wie weit dein Rücken vom Boden entfernt ist und an welchen Stellen er wieder den Boden berührt.

Du berührst mit deinem Rücken, ganz unten, zum Po hin, den Boden. Spüre weiter zum Boden hin und mache dir bewußt, wo du ihn berührst …wo die Berührung sich langsam löst, …wo sie nicht mehr vorhanden ist, …wo sie wieder beginnt, … wie weit sie sich nach rechts … nach links erstreckt… und zum Nacken hin. Gehe in Gedanken die Wirbelsäule entlang vom Hals bis zum Po und mach dir die Berührungen bewußt…. Kannst du noch die Tennisbälle spüren? Atme ganz ruhig durch sie hindurch in den Boden aus … Nimm nun mit deinen Händen, ohne dich hinzusetzen, die Bälle und lege sie neben dich, du selbst bleibst liegen.

Du kannst jetzt meine Fragen beantworten: Was spürst du Jetzt in deinem Rücken, … wie liegt er auf dem Boden, … wie breit ist er, … wie lang, …wo hat er Berührung zum Boden, …wo nicht mehr? Wie empfindest du seine Temperatur? Vergleiche deine jetzigen Empfindungen mit denen, die du hattest, als noch die Bälle darunter gelegen haben, … wie empfindest du jetzt deinen Rücken? Räkel dich und streck dich!
Öffne nun deine Augen wieder".

Bei dieser Aufgabe nehmen die Kinder und Jugendlichen ihren Rücken, die Schwingungen ihrer Wirbelsäule und die Lageveränderungen durch muskuläre Spannungsänderungen im Rücken besonders bewußt wahr. Verbunden damit ist häufig ein angenehmes Gefühl im Rücken, ausgelöst durch zunehmende Muskelentspannung und Wärmesteigerung.

Eine Verstärkung dieses Bewußtseins läßt sich durch Erweiterung der Übung, nämlich durch Aufrichten und Senken des Beckens in der Rückenlage oder durch eine Partnerübung erreichen, bei der die Beine langsam angehoben und wieder gesenkt werden. Durch die Partnerhilfe kann der Liegende seinen Rücken und sein Becken völlig entspannt lassen und der Entlastung seines Rückens nachspüren, wenn seine Beine abgehoben werden. Dabei ändert sich ständig die Position des Rückens mit seinen vielen Wirbeln zum Boden, die Spannung in der Rumpfmuskulatur und in den Beinen ändert sich ebenfalls, so daß sich unterschiedliche Empfindungen ergeben, die als angenehm entspannend erlebt werden können.

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