Sicherheits- und Gesundheitsförderung

Partner:
Landesunfallkasse Nordrhein-Westfalen
BKK Landesverband NORDWEST

STICHWORT: DAUERLAUFEN

Für das Dauerlaufen im Schulsport gilt grundsätzlich, daß anaerobe Belastungen möglichst zu vermeiden sind. Die Dauer des Laufens ist wichtiger als die Intensität der Belastung; diese sollte leicht bis mittelstark sein.


Wie kann gesichert werden, daß die Schülerinnen und Schüler beim Dauerlaufen im Bereich aerober Belastung bleiben?

Unter den Bedingungen des Schulsports ist die einzig praktikable Form der Kontrolle die indirekte Steuerung des Lauftempos über die Atmung. Das Lauftempo sollte nur so hoch sein, daß man sich mit Mitlaufenden noch in zusammenhängenden Sätzen unterhalten kann, ohne dabei in Atemnot zu geraten.

Orthopädische Probleme sind angesichts des im Schulsport möglichen Umfangs des Dauerlaufes nicht zu erwarten, ausgenommen in Ausnahmefällen bei sehr übergewichtigen Schülerinnen und Schülern, wenn diesen unvorbereitet längere Laufzeiten zugemutet werden. Denjenigen, die über den Schulsport hinaus häufiger dauerlaufen möchten, sollte die Anschaffung von gut dämpfenden Laufschuhen empfohlen werden.

Sich beim Dauerlaufen wohlzufühlen setzt auch voraus, daß die Laufkleidung nicht zu warm oder zu beengend ist. Auf jeden Fall sollte unverkrampft durch den Mund geatmet werden; selbst bei Temperaturen etwas unter dem Gefrierpunkt ist das gesundheitlich unbedenklich.

Unter folgenden Bedingungen sollte auf Dauerlaufen unbedingt verzichtet werden:

  • bei Lufttemperaturen von 25° und mehr, erst recht unter direkter

  • Sonneneinstrahlung ab einer Luftfeuchtigkeit von 80–85%

  • bei vollem Magen

  • direkt nach Ankunft in Höhen von 2000 m und mehr

  • bei erhöhten Ozonkonzentrationen (PDF) RdErl. d. Kultusministeriums.

Bei übergewichtigen Schülerinnen und Schülern sollte bedacht werden, daß sie aufgrund ihres dickeren, isolierenden Unterhautfettgewebes bei höheren Temperaturen größere Schwierigkeiten haben, die beim Laufen erzeugte Wärme nach außen abzuführen. An ihrem Beispiel zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig es ist, Lauftempo und Laufzeit so wählen zu können, daß man das Laufen nicht als etwas Unangenehmes empfindet.


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