Sicherheits- und Gesundheitsförderung
Zur aktuellen Bedeutung des 1987 veröffentlichten Konzeptes siehe einführenden Text "Von der Gesundheitserziehung zur Gesundheitsförderung"
3.2 Weitere Zugänge für die Gesundheitserziehung eröffnen
3.2.1 Aufwärmen – Einstimmen
Das Aufwärmen hat im Wettkampfsport seinen festen Platz. Trainer und Aktive sehen es als ein Mittel an, um die Leistungsbereitschaft zu erhöhen sowie Verletzungen und Unfälle zu vermeiden. Diese Zielsetzung gilt für den Schulsport nur eingeschränkt, da die Belastungen selten so extrem sind wie im Wettkampf s port und der Bewegungs- und Halteapparat von Kindern und jugendlichen noch nicht so verletzungsanfällig ist.
Für gesundheitserzieherische Bemühungen ist es wichtig, daß das Aufwärmen sich nicht im schlichten Übernehmen von Aufwärmritualen erschöpft (z. B. Rundenlaufen, festgelegte Gymnastik-"Programme"), sondern als Lernfeld gestaltet ist, in dem Schülerinnen und Schüler den sensiblen Umgang mit dem eigenen Körper erfahren und begreifen. Wenn sie während ihrer Schulzeit das Aufwärmen als Wohltat für den eigenen Körper und als Phase des Einstimmens erfahren haben, werden sie auch beim außerschulischen und nicht angeleiteten Sporttreiben das Bedürfnis haben, sich vor einer sportlichen Aktivität aufzuwärmen.
Wird das Aufwärmen mehrperspektivisch verstanden, so ist nicht nur die Sachstruktur der Sportart bzw. der folgenden Bewegungsabsicht prägend, sondern die Gestaltung wird wesentlich von der Bedürfnis- und Motivationslage der jeweiligen Lerngruppe bestimmt.




