Sicherheits- und Gesundheitsförderung

Partner:
Landesunfallkasse Nordrhein-Westfalen
BKK Landesverband NORDWEST

Zur aktuellen Bedeutung des 1987 veröffentlichten Konzeptes siehe einführenden Text "Von der Gesundheitserziehung zur Gesundheitsförderung"

3.1.2 Schwimmen – sich im Wasser wohlfühlen

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Mit kaum einer anderen Form des Bewegens werden so viele gesundheitliche Erwartungen verknüpft wie mit dem Schwimmen. Sich im Wasser zu bewegen gilt allgemein als gesund.

Was macht das Besondere des Bewegens im Wasser für den Menschen aus?

  • Der Auftrieb, den der menschliche Körper im Wasser erfährt, führt zur Entlastung des Stützapparates sowie der Bänder und Gelenke. Er erleichtert eine Vielzahl von Bewegungen, mit denen einseitige Alltagsbelastungen ausgeglichen und die allgemeine Beweglichkeit erhalten oder wiederhergestellt werden können.

  • Der Kältereiz des Wassers verursacht eine Verengung der Hautgefäße bei gleichzeitiger Erhöhung der Wärmeproduktion. Dieser Vorgang hat vielfältige positive Auswirkungen auf den Organismus. Er beschleunigt u.a. den Stoffwechsel und führt zur Abhärtung gegenüber Erkältungskrankheiten.

  • Der Druck des Wassers auf den Brustkorb erschwert das Einatmen und unterstützt das Ausatmen. Die Atmungsmuskulatur wird stärker beansprucht und dadurch allmählich gekräftigt. Es kommt zu einer höheren Funktionstüchtigkeit der Atmungsorgane.

  • Die Körpererfahrungen im Wasser können sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Die belebende Frische beim Sprung ins Wasser, das gänzliche Umschlossensein vom Wasser, das Bewegen, Schweben und Gleiten unter den veränderten Bedingungen der Schwerkraft, die angenehm empfundene Ermüdung, die sich aus der Verbindung von Ganzkörperbewegung und dem zusätzlichen Belastungsreiz des Wassers ergibt, die Reaktionen der Haut auf Wärme und Kälte beim Duschen – all dies vermittelt eine Fülle von Sinneseindrücken, in denen der eigene Körper besonders deutlich erfahren und wahrgenommen wird.

Der hohe Wert regelmäßigen Schwimmens für die Gesundheit ist also unbestreitbar. Hinzu kommt, daß das Schwimmen eine große Altersstabilität besitzt, d.h. Schwimmen und Baden können nicht nur Kindern und jugendlichen erfüllte Gegenwart bieten, sondern bis ins hohe Alter betrieben werden.

Die Aufgabe des Schwimmunterrichts ist es, dieses große gesundheitsbedeutsame Potential den Schülern und Schülerinnen zugänglich zu machen. Den Erfahrungen, die sie im Schwimmunterricht machen, kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu:

Nur wenn Kinder und jugendliche positive und freudvolle Erfahrungen mit dem Schwimmuntericht verbinden, ist davon auszugehen, daß sie das Bewegen im Wasser als eine Quelle des Wohlbefindens auch über die Schulzeit hinaus

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