Sicherheits- und Gesundheitsförderung
Persönlichkeitsstärkung auf der Grundlage von Qigong
Projektziele
- Wohlbefinden
- Stressabbau
- Leistungsstärke
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Qigong ist direkt erfahrbar: Das Üben von Qigong verbessert das Wohlbefinden. Sie ist auch theoretisch erklärbar: "Regelmäßiges, beständiges Üben von Qigong führt zu langsam sich verbessernden physiologischen Funktionen im Sinne einer Regulation und Stärkung. Die positiven physiologischen Effekte sind durch zahlreiche Untersuchungen belegt worden" (Hildenbrand, 8).
So stärkt Qigong:
- die Atemfunktion durch Vergrößerung
des Atemzugvolumens,
- die Verdauungsfunktion durch Anregung der
Speichelsekretion und durch Vergrößerung
der Zwerchfellamplitude sowie
- das Herz-Kreislauf-System durch Blutdruckregulierung, Verbesserung des Blutbildes und Herabsetzung der Herzfrequenz (vgl. Hildenband).
Bei Stress kommt es zu einer "Aktivierung
des sog. Sympathischen Nervensystems" und
dadurch zu folgenden körperlichen und geistigen
Veränderungen:
- Schnellere Atmung
- Beschleunigung des Herzschlages
- Erhöhung des Blutdrucks
- Erhöhte Muskelspannung
- Erhöhte Gehirnaktivität ("rasende Gedanken") oder Denkblockaden (vgl. Tausch, 50/53)
Diese stressbedingten körperlichen und geistigen Veränderungen können durch Qigong wieder rückgängig gemacht werden, denn Qigong hat u. a. folgende Wirkungen auf den Organismus:
- Langsamere Atmung
- Verlangsamung des Herzschlages
- Senkung erhöhten Blutdrucks
- Entspannung der Muskulatur durch sanfte Dehnung
in den Dehnungshaltungen und Bewegungsübungen
- Geistige Entspannung, messbar mit dem EEG (vgl. Jiao 98, 39/40/42)
Qigong-Übungen stellen – wie erwähnt – eine Kombination von Dehnungshaltungen, Zeitlupenbewegungen, Atemübungen sowie Konzentrations- und Vorstellungsübungen dar. Das Dehnen entspannt die Muskeln, das langsame Bewegen fördert die geistige Ruhe und konzentriert die Gedanken. Die Vorstellungsübungen steigern den Antrieb, und die Übung: "Den Atem zählen" bringt ins Gleichgewicht.
Mit Qigong läßt sich also ein guter
Lernzustand und damit Leistungsstärke aufbauen.
Zeitplan
Ein kurzes Qigong-Programm Grundkörperhaltung
Jedes Qigong-Programm besteht aus:
Vorbereitungsübungen
speziellen Übungen, z. B. Ruhe- oder Bewegungsübungen
und
Abschlussübungen.
Das folgende kurze Qigong-Programm für den Unterricht setzt sich zusammen aus:
Beschreibung der Grundkörperhaltung im Sitzen,
erste Vorbereitungsübung
zweite Vorbereitungsübung
einer Bewegungsübung und
zwei Abschlussübungen.
Hinweise
Die Übungen können auch - entsprechend abgewandelt - im Stehen praktiziert werden.
Setze Dich auf die Stuhlkante mit
geschlossenen Füßen.
Die Oberschenkel sind nicht belastet.
Du sitzt fest auf den beiden Sitzknochen.
Der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel beträgt
etwa 90° bis 100°. Die Füße
sind geschlossen und parallel.
Die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln.
Die Oberarme liegen nicht am Körper an, die
Achselhöhlen sind entspannt.
Setze erst den rechten Fuß zur Seite, dann
den linken Fuß. Die Füße stehen
nun schulterbreit und parallel und haben einen
guten Bodenkontakt.
Mache einen "Katzenbuckel" und lasse den Kopf nach vorne hängen. Dann richte Dich wieder langsam auf: zuerst das Becken, dann die Wirbelsäule und den Schultergürtel und zuletzt den Kopf.
Lockere die Schultern.
Entspanne den Nacken und richte ihn natürlich.
Das Kinn wird dadurch leicht angezogen. Der Kopf
ist also insgesamt aufgerichtet und leicht nach
vorne geneigt.
Die Wirbelsäule ist aufrecht, aber nicht
"stocksteif", sondern gelöst und
schwingungsfähig.
Entspanne das Gesicht und blicke freundlich.
Der Atem kann frei fließen.




