Sicherheits- und Gesundheitsförderung
„Fit am Arbeitsplatz“
Zu 1. Bezugspunkte des Unterrichtsvorhabens
Zu 2. Das Unterrichtsvorhaben im Überblick
Zu 3. Kompetenzzuwächse des Unterrichtsvorhabens
Stundenthema: Sichtung und Erprobung funktioneller Übungsformen
zum Ausgleich von Arbeitshaltungen und -tätigkeiten
Unterrichtsvorhaben: „Fit am Arbeitsplatz“ - Analysieren beruflicher Belastungen des Bewegungsapparates und Erstellung eines Kataloges funktioneller Übungen zum Ausgleich
Kompetenzbereich: Mit beruflichen Belastungen umgehen lernen und Ausgleichschancen wahrnehmen (KB 2)
Berufskolleg: Leopold-Hoesch-Berufskolleg, Dortmund
Sportlehrkraft: N. Grüber, StR´in
Moderator: K. Mandelke, StR
Klasse: Kraftfahrzeugmechaniker
1. Bezugspunkte des Unterrichtsvorhabens
Das Unterrichtsvorhaben ist geplant für eine Oberstufenklasse
mit dem
Ausbildungsberuf „Kraftfahrzeugmechaniker/-in“. Nach einem
Beschluss der Fachkonferenz Sport wird der Unterricht in den Fachklassen
des Dualen Systems im 1. oder 2. Halbjahr des 3. Ausbildungsjahres
mit 2 Wochenstunden erteilt. In dieser Phase ihrer Ausbildung haben
die Schüler bereits einen Überblick über die mit ihrem
Beruf verbundenen Tätigkeiten und auch Belastungen. Dadurch
können sie im Rahmen der Perspektive „Gesundheitsförderung“ Erfahrungen
mit einbringen und schüleraktive, selbstbestimmte Unterrichtsphasen
werden möglich (z.B. mehrwöchige Lernzirkelarbeit).
Das hier vorgestellte Unterrichtsvorhaben greift im Wesentlichen die berufsbedingten Belastungen des Haltungs- und Bewegungsapparates auf. Diesbezüglich weist der Berufsalltag eines Kraftfahrzeugmechanikers folgende Tätigkeiten/Haltungen auf:
- Bestimmende Arbeitsposition ist das Stehen.
- Häufig werden Arbeiten in statisch gebeugter/verdrehter Haltung durchgeführt (z.B. im Autoinnenraum).
- Arbeiten oberhalb der Schulter/dem Kopf gehören zum Alltag.
- Es müssen oft Lasten gehoben und getragen werden.
In einer Befragung haben einige der Schüler angegeben schon Beschwerden des Haltungsapparates zu haben (Rücken, Knie, etc.).
Allgemein sind die größtenteils männlichen Schüler sehr interessiert an einer freudvollen sportlichen Betätigung. Sie haben in ihrer Jugend die unterschiedlichsten Sportbiografien durchlaufen, allerdings mit Beginn ihrer Ausbildung fast alle (ca. 90%) ihre sportliche Aktivität eingestellt. Der hierfür genannte Grund „Zeitmangel“ kennzeichnet, wie grundlegend die Umstellung vom Schulleben auf das Arbeitsleben ist. Die frei verfügbare Zeit wird von den jungen Erwachsenen meist mit Aktivitäten im sozialen Umfeld verbracht (Peergroup).
In der Einführungsstunde gaben die Schüler an, dass ihnen Gesundheit in ihrem Leben wichtig ist, Aktivitäten zur Verbesserung der Gesundheit unternehmen allerdings nur wenige. Dabei verbinden sie gesunde Lebensführung meist mit dem Verzicht auf Genussmittel, einem kontrollierten Lebenswandel und für sie wenig interessanten sportlichen Betätigungen.




