Sicherheits- und Gesundheitsförderung

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Gesundheit und Bildung gehen Hand in Hand

Projekt zur Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen startet in Münster

ministerin sommer

Josef Micha, Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe, Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW, und Oberbürgermeister Berthold Tillmann (v. l.)

 

 

14 Kindertageseinrichtungen und vier Grundschulen aus den Stadtteilen Coerde, Gievenbeck und Hiltrup nehmen ab Ende dieses Jahres am Modellprojekt "Kitas und Schulen bewegen" teil. In dem von der Bertelsmann Stiftung angestoßenen Projekt werden die Bildungseinrichtungen unterstützt, gesundheitsfördernde Maßnahmen in ihren Alltag zu integrieren. Mit der Unterzeichnung eines Vertrages haben die Kooperationspartner heute in Münster grünes Licht zum Start des Projektes gegeben. Neben der Bertelsmann Stiftung beteiligen sich die Stadt Münster, der Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe und das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen.

Die Ministerin für Schule und Weiterbildung, Barbara Sommer, betonte bei der Vertragsunterzeichnung, dass Kindertageseinrichtungen und Schulen besonders geeignete Organisationen seien, um schon früh auf das Gesundheitsverhalten von jungen Menschen einzuwirken: "Je früher Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung und Verzicht auf Drogen vermittelt werden, desto erfolgreicher sind letztlich die Bemühungen," so die Ministerin. Der zentrale Beitrag der Bildungseinrichtungen liege im frühzeitigen Ausgleich der Gesundheits- und Bildungschancen der Kinder aller sozialen Schichten.

Dabei sei insbesondere der ganzheitliche Ansatz von ,Kitas und Schulen bewegen' hervorzuheben, erklärte Dr. Berthold Tillmann. Denn: Erstmals starten in Münster Kindertageseinrichtungen und Schulen in diesem Umfang gemeinsam in ein solches Projekt. "Die Einrichtungen können sich aufeinander abstimmen. So kommt die Gesundheitsförderung der Lern- und Lebenswelt der Kinder im gesamten Abschnitt von vier bis zehn Jahren zugute", so der Oberbürgermeister der Stadt Münster.

Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, erläuterte, dass mit dem Projekt ein in Schulen erfolgreich erprobter Ansatz nun auf Kindertageseinrichtungen übertragen werde. "Zentral dabei ist, dass Bildung und Gesundheit nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen können und müssen in den Bildungsalltag integriert werden." Gesundheit sei Voraussetzung für Bildung, Bildung die Voraussetzung für Gesundheit: "Gesundheit und Bildung gehen Hand in Hand".

Grundsätzlich dürfe deshalb eine gute gesunde Schule oder Kindertageseinrichtung nicht mehr die lobenswerte Ausnahme sein, so ergänzte der Geschäftsführer des Gemeindeunfallversicherungsverbandes Westfalen-Lippe, Josef Micha. "Ein solcher Ansatz muss in naher Zukunft der Normalfall sein" - eine Hoffnung, die alle Partner des Projektes teilen.

Die Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in Münster beginnen zum Ende dieses Jahres mit ihrer Arbeit im Rahmen des Projektes. Sie entwickeln bestehende Ansätze der Gesundheitsförderung weiter und erproben neue Maßnahmen, wie zum Beispiel die Errichtung einer Kinderküche oder die Einführung einer ,bewegten Pause'. Unterstützt werden sie dabei von den Kooperationspartnern in Form von Fort- und Weiterbildungen für Erzieher/-innen und Lehrer/-innen, konkreten inhaltlichen Vorschlägen für die Umsetzung sowie durch kontinuierliche Beratung und Begleitung.

 

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