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Reflexive Koedukation im Sportunterricht

Handlungskonzepte und Bausteine für den Sportunterricht

Im folgenden werden fünf Bausteine vorgestellt, bei denen die geschlechtsrelevanten Vorraussetzungen, Zugangsweisen und Deutungen besonders ausgeprägt sind. Jeder Baustein gibt neben einer kurzen pädagogisch didaktischen Einordnung Anregungen und Themen für eine Unterrichtspraktische Realisierung.

 

  1. Körperwahrnehmung und Geschlechterverhältnis
  2. Wagnis und Verantwortung in Bewegungssituationen
  3. Körperausdruck und Gestaltung von Bewegungen
  4. Ballspiele und die Überwindung von Geschlechtergrenzen
  5. Kraft und Vertrauen in Zweikampfsituationen

Mögliche Fragen für Gesprächsanlässe sind:

Welche Gefühle gab es bei und nach der Wagnissituation?

Wurden die eigenen Fähigkeiten realistisch eingeschätzt?

Wurden eigene Grenzen wahrgenommen und weiter hinaus geschoben?

Konnten andere Schülerinnen/Schüler (wie, in welchem Umfang) unterstützt werden?

Wenn es Anlässe gibt, das Mädchen-Jungen-Verhältnis zu thematisieren, können folgende Fragen wichtig werden (einige von ihnen sind natürlich auch im getrenntgeschlechtlich durchgeführten Unterricht bedeutsam):

Was lernen die Mädchen für sich als Mädchen, was die Jungen für sich als Jungen?

Gibt es Unterschiede innerhalb der Geschlechtsgruppe? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Jungen und Mädchen?

Gibt es geschlechtstypische Zugangsweisen bei den Aufgaben?

Verändert sich das Verhalten, wenn Jungen (bei den Mädchen), Mädchen (bei den Jungen) zuschauen?

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