Fortbildung
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Implementationsmaterialien Schulstufen 5 - 10
Das Neue
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4 Schwerpunkte der Neuerung
Anschluss an die schulpädagogische Diskussion
Deutlichere pädagogische Akzentuierung
Öffnung und Erweiterung des Inhaltsspektrums
Stärkere Verantwortung der einzelnen Schule
Welche Schwerpunkte markieren das "Neue" der Lehrpläne?

1. Schwerpunkt: Der Schulsport gewinnt Anschluss an die schulpädagogische Diskussion
Die neuen Lehrpläne sind in das Richtlinienwerk der verschiedenen Schulformen und Schulstufen integriert. Es gibt Bezüge zum Bildungs- und Erziehungsprogramm der einzelnen Schulform. Es wird deutlich, welchen Beitrag der Schulsport zu den überfachlichen Aufgaben der Schule leisten kann. Damit kann der Schulsport an der schulpädagogischen Diskussion teilnehmen und seinen spezifischen Beitrag dazu leisten.Die neuen Richtlinien und Lehrpläne für den Sport bestehen jeweils aus drei Teilen (siehe dazu die schulformbezogenen Folien HS, RS, GS, GY):
- In den Richtlinien werden die für alle Fächer der jeweiligen Schulform geltenden besonderen Aufgaben und Ziele, die Grundsätze der Erziehung und des Lehrens und Lernens sowie der Leistungsbewertung und der Schulprogrammarbeit beschrieben.
- Die Rahmenvorgaben für den Schulsport umfassen das schulform- und schulstufenübergreifende pädagogische Konzept für den Schulsport.
- In den Lehrplänen Sport werden die fachspezifischen Aufgaben, Inhalte und organisatorischen Vorgaben schulform- und schulstufenspezifisch ausgelegt und konkretisiert.





2. Schwerpunkt: Der Schulsport erfährt eine deutlichere pädagogische Akzentuierung
Die Rahmenvorgaben und Lehrpläne gehen von einem Doppelauftrag des Schulsports aus, der als
- Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und Erschließung der Bewegungs-, Spiel und Sportkultur"beschrieben wird. Damit wird das Motiv eines "erziehenden Unterrichts", das die schulformbezogenen Richtlinien in Nordrhein-Westfalen durchzieht, auch auf das Fach Sport bezogen.
- Mit sechs Pädagogischen Perspektiven auf den Sport in der Schule wird der Doppelauftrag konkretisiert.
- Mit fünf Prinzipien eines erziehenden Sportunterrichts werden Hinweise für eine Unterrichtsgestaltung gegeben, wie Sportunterricht zu einem "erziehenden" werden kann.

3. Schwerpunkt: Der Schulsport öffnet und erweitert sein Inhaltsspektrum
Es werden insgesamt zehn Inhaltsbereiche genannt, die auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind. Die Sportarten werden dabei in die Bandbreite von "Bewegungsfeldern" eingeordnet, wodurch eine größere Flexibilität im Hinblick auf künftige Entwicklungen in der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur gegeben ist. Es sind neue verbindliche Inhaltsbereiche hinzu gekommen. Auf die Inhaltsbereiche des Faches erfolgt ein pädagogischer (thematischer) Zugriff.

4. Schwerpunkt: Der Schulsport rückt stärker in die Verantwortung der einzelnen Schule
Ein Schwerpunkt der Schulentwicklung in Nordrhein-Westfalen ist die Erweiterung von Eigenverantwortung und pädagogischer Gestaltungsmöglichkeiten der einzelnen Schule. Die neuen Lehrpläne bieten durch eine Reduzierung von Festlegungen und Verbindlichkeiten für die einzelne Schule Freiräume, ein eigenständiges bewegungs- und sportbezogenes Schulsportkonzept zu entwickeln.Die Fachkonferenzen erstellen einen schuleigenen Lehrplan. Sie haben mehr Möglichkeiten, sich stärker am Umfeld der Schule zu orientieren und die Interessen von Schülerinnen und Schülern stärker zu berücksichtigen.
Die neuen Lehrpläne zeigen auch Möglichkeiten auf, wie Bewegung, Spiel und Sport in das Schulleben eingebunden werden können. In diesem Zusammenhang wird vor allem auf die Bedeutung der Schulprogrammarbeit für die Schulsportentwicklung hingewiesen.





