Schulsportentwicklung

Dokumentation der Fachtagung "Schwimmen in der Schule"
Workshop B5
Moderation: Dr. Heinz Aschebrock (LfS/QA)
Impuls: Dr. Elisabeth Sahre (Ceciliengymnasium Bielefeld)
Standards im Schulschwimmen der Primarstufe und der Sekundarstufe I
Teilnehmerinnen und Teilnehmer: ca. 55 (vor allem aus Schulpraxis, 1. und 2. Phase Lehrerausbildung, Schulaufsicht und Sportorganisationen)
Ausgangslage
Die Obligatorik im Inhaltsbereich "Bewegen im Wasser - Schwimmen" in den Richtlinien und Lehrplänen Sport in NRW für die Grundschule und die Schulformen der Sek. I (Richtlinien und Lehrpläne - Obligatorik zum Inhaltsbereich "Bewegen im Wasser"[P/SI]) wurde durch den Moderator kurz vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass, wenn diese Obligatorik flächendeckend erreicht würde, dieser Inhaltsbereich im Qualifikationsspektrum der Schülerinnen und Schüler durchaus gut repräsentiert wäre. Die im Rahmen der Fachtagung vorgetragenen Untersuchungsergebnisse von Prof. Dr. Kurz sprechen hier allerdings eine andere Sprache.
Perspektiven
Der Moderator stellt die Arbeit an Qualitätsstandards für das Fach Sport in NRW auf der Grundlage des Werkstattberichts 3 und der "Qualitätsoffensive im Schulsport" vor. Die in dem genannten Werkstattbericht beschriebenen Qualitätskriterien für die Pädagogische Perspektive "Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen" wurden als Ausgangspunkt für das folgende Unterrichtsbeispiel in Erinnerung gerufen.
Impuls (Dr. Elisabeth Sahre )
Auf der Grundlage des Vorgehens in dem o.g. Werkstattbericht stellt Frau Dr. Sahre ein standardorientiertes Beispiel für den Schwimmunterricht der Jahrgangsstufen 6/7 im Gymnasium vor. Das Beispiel wurde eingehend diskutiert und im Workshop als für diese Schulform realistisch, realisierbar und prägnant angesehen. Von Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgeschlagene Veränderungen/Ergänzungen wurden von der Verfasserin weitgehend aufgenommen.
Möglichkeiten und Perspektiven der Standardentwicklung im Schulschwimmen
Das Vorgehen, Qualitätsstandards über Aufgabenbeispiele für den Unterricht handhabbar zu machen und mittels wesentlicher Indikatoren, das Erreichen der Anforderungen durch mögliche Aufgabenstellungen zu überprüfen, wurde im Workshop als gute Möglichkeit angesehen, die Unterrichtsplanung auch im Schwimmunterricht standardorientiert zu gestalten. Nach überwiegender Meinung im Workshop können die eingeführten Schwimmabzeichen auch weiterhin eine Grundlage für die Feststellung der Schwimmfähigkeit (P) bzw. für eine technische und konditionelle Leistungsfähigkeit (Sek. I) sein. Weitergehend wurde aber auch die Meinung vertreten, dass die Anforderungen des Jugendschwimmabzeichens in Silber ein verbindlicher Abschlussstandard für alle Schulformen der Sek. I sein solle.
Zum Abschluss zitierte der Moderator Prof. Dr. Kurz, der im Rahmen eines Beitrags zum Thema "Standards auch in den ,weichen' Fächern?" Argumente für den Bereich des Schulschwimmens pointiert aufgreift.




