Schulsportentwicklung
Pädagogische Grundlagen
Rahmenvorgaben
Mit den neuen Rahmenvorgaben für den Schulsport und den neuen Lehrplänen Sport wird der Schulsport in Nordrhein-Westfalen auf eine zeitgemäße und zukunftsfähige pädagogische Grundlage gestellt. Am 1. August 1999 wurden die pädagogischen "Rahmenvorgaben für den Schulsport" eingeführt, die zukünftig für alle Schulformen und Schulstufen gelten. Sie gehen von einem Doppelauftrag des Schulsports aus, der als "Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport und Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur" beschrieben wird.
Dieser Doppelauftrag kennzeichnet den pädagogischen Standpunkt, von dem unter sechs pädagogischen Perspektiven herausgestellt wird, wie sich im Schulsport die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in einer Weise fördern lässt, die kein anderes Fach ersetzen kann.

Der neue Lehrplan für das Fach Sport in der gymnasialen Oberstufe ist zum 1. Aug. 1999 in Kraft getreten. Zum 1. Febr. 2000 wurde der neue Sportlehrplan für die Grundschule eingeführt. Die Lehrpläne Sport in der Hauptschule, in der Realschule, in der Sekundarstufe I des Gymnasiums und der Gesamtschule sowie der Lehrplan für das Fach "Sport/Gesundheitsförderung" in den dualen Bildungsgängen (Berufsschule) des Berufskollegs sind zum 1. Aug. 2001 in Kraft gesetzt worden.
Die Kommissionen zur Revision der Lehrpläne für das Fach "Sport/Gesundheitsförderung" in den Bildungsgängen des Berufsgrundschuljahrs, der Berufsfachschule und der Fachoberschule haben 2001 ihre Arbeit aufgenommen. Auch die Lehrplanentwicklung für das Fach "Bewegung/Sport" im Bereich der sonderpädagogischen Förderung hat im Sommer 2001 begonnen.
Mit den neuen Lehrplänen können neben den "traditionellen Schulsportarten" auch neue Inhalte in den Sportunterricht integriert werden. Dazu zählen z.B. Trendsportarten wie Inline-Skating, Street-Basketball oder Beach-Volleyball, weniger verbreitete Sportarten wie Ultimate Frisbee oder Baseball und Bewegungskünste wie Jonglieren oder Akrobatik.

Die neuen Schulsportlehrpläne bieten zudem der einzelnen Schule durch eine Reduzierung von Festlegungen und Verbindlichkeiten Freiräume, ein eigenständiges bewegungs- und sportorientiertes Profil zu entwickeln. Schulen erhalten vor allem bei der Inhaltsauswahl Entscheidungsspielräume, durch die sie flexibel auf Wandlungen der Sportkultur reagieren und lokalen Besonderheiten gerecht werden können.
Zusammen mit den vielfältigen Angebotsformen des außerunterrichtlichten Schulsports bieten sich damit auch zahlreiche Möglichkeiten der Profilierung von Bewegung, Spiel und Sport im Schulprogramm jeder einzelnen Schule.




