Schulsportentwicklung

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Leistungskurs Sport

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Stichwort: "Kern von Aufgaben"

Bei allen Möglichkeiten, Unterrichtsinhalte auszuwählen und Akzente hinsichtlich der Pädagogischen Perspektiven für ein Kursprofil zu setzen, ist an einem Kern von Aufgaben im Sportunterricht fest zu halten, der für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich ist. (.)

Jedes Kursprofil für den Sportunterricht in der gymnasialen Oberstufe muss deshalb unabhängig von seiner sonstigen Zielsetzung sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler folgende Kompetenzen erwerben können (siehe LP, 25/26):

Motorische Grundeigenschaften funktionsgerecht erweitern

Die grundlegenden körperlich-sinnlichen Fähigkeiten (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, koordinative Fähigkeiten, Körperwahrnehmung) sind in den Sportkursen der gymnasialen Oberstufe weiter zu entwickeln. Der Unterricht muss sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage gefestigter trainingstheoretischer Kenntnisse gezielte Belastungen zunehmend selbst gesteuert erfahren und in diesem Zusammenhang methodisch sachgerechte Situationsarrangements herstellen können. Neben dieser bewussten Förderung physischer Voraussetzungen für ihre eigenen sportmotorischen Aktivitäten sind die Schülerinnen und Schüler auch für den sensiblen und erzieherisch verantwortbaren Umgang mit dem eigenen Körper zu qualifizieren.

Sportliches Können weiter entwickeln

Systematisches Erarbeiten sportlicher Bewegungskompetenz auf der Grundlage vertiefender und erweiterter sportmotorischer Lern- und Übungsprozesse ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Unterrichts in allen Sportkursen der gymnasialen Oberstufe. Die Schülerinnen und Schüler sind dahingehend zu befähigen, Erfahrungen und Beobachtungen auszuwerten und sportliches Bewegungshandeln zu analysieren. Diese langfristig und progressiv angelegte Entwicklung des sportlichen Könnens, das sich nicht nur auf sportartspezifisches Leistungsvermögen beschränkt, wird zunehmend begleitet, gestützt und gesteuert durch eigene Erfahrungen und Erkenntnisse der Lernenden.

Sportliches Handeln zusammen mit anderen regeln, organisieren und durchführen sowie Sport in seinen sozialen und gesellschaftlichen Bezügen verstehen und einordnen

Sportliches Handeln ist nicht auf individuelles motorisches Handeln zu reduzieren. Es realisiert sich in der Regel in sozialen Zusammenhängen, kommt vielfach ohne das Miteinander nicht aus oder ist sogar durch partnerschaftliches Gegeneinander bestimmt. Sport ist immer auch in gesellschaftliche Gegebenheiten eingebunden. Sozial verantwortliches Verhalten und sportpolitisches Verständnis sind demnach unabdingbare Bestandteile mündigen sportlichen Handelns und müssen langfristig unterrichtlich vermittelt werden. In der gymnasialen Oberstufe ist diese Aufgabe im Rahmen wachsender Selbstständigkeit und Selbstbestimmungsfähigkeit zunehmend von den Schülerinnen und Schülern selbst zu übernehmen. Dabei ist verstärkt auf die eigenverantwortliche Regelung der gemeinsamen sportmotorischen Praxis und in vermehrtem Umfang auf die kritische Einbeziehung des Sportlebens im sozialen und gesellschaftlichen Umfeld hinzuarbeiten.