Schulsportentwicklung

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Leistungskurs Sport

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Koedukatives Handeln im Schulsport – Eine Vorbereitung auf das Sporttreiben nach der Schulzeit

Ein Beispiel aus der Unterrichtspraxis, bei dem selbst erstelltes Kursmaterial eine wesentliche Rolle spielt

In diesem Unterrichtsvorhaben geht es in einem ersten Schritt zunächst darum, einfach strukturierte Materialien als Einstieg in eine Frage- bzw. Problemstellung ohne großen Arbeitsaufwand zu erstellen. Trotz oder gerade auf Grund ihrer einfachen Struktur sind sie unterrichtlich vielfältig einsetzbar.

Die Auseinandersetzung mit den erhobenen Daten zum Spielverhalten (s. "Beobachtungsprotokolle") in der eigenen Gruppe sollte den im Kurs bestehenden Eindruck objektivieren, Schülerinnen würden bei einem fußballorientierten Spielangebot nicht angemessen in den Spielverlauf eingebunden. Es sollte aber auch erkannt werden, dass innerhalb von Gruppen genügend Ansatzpunkte vorhanden sein können, diesen für einzelne unbefriedigenden Zustand zu verändern. Durch die erste Erhebungsphase sollte insbesondere die Betroffenheit im Hinblick auf die Situation in der eigenen Kursgruppe herausgestellt werden.

Aus den erhobenen Daten ergibt sich die Aufgabe, die einzig auf den Kurs bezogenen Erkenntnisse in einem zweiten Schritt auf eine breitere Basis zu stellen. Dies erfordert konsequent die Weiterentwicklung des Ausgangsmaterials.

Die Einbeziehung von Fachliteratur und eine zweite Erhebungsphase in einer Kontrollgruppe (s. "Datenerhebung Klasse 5")sollten nicht nur die Datenlage erweitern, sondern auch das Methodenbewusstsein schärfen. Die Erhebung der Daten in einer Fremdgruppe sollten die Kursmitglieder selbst auf der Grundlage vorheriger Absprachen im Unterricht vornehmen. Das erfordert Eigeninitiative und schafft eine bewusste Konfrontation mit der zu untersuchenden Problemstellung während der Datenerfassung. So kann eine vertiefte Reflexion in der Auswertungsphase erwartet werden.

Die weiteren Schritte richten sich nach den weiteren Intentionen, die mit dieser Phase des Unterrichtsvorhabens angestrebt werden. Je nach Gewicht, das den beiden eingangs genannten Lernaufträgen zukommen soll, wird die Unterrichtsinszenierung Unterschiede aufweisen:

  • Ein stärker auf vertieften Kenntnisgewinn ausgerichtetes Vorgehen wird mehr "Fremdmaterialien" einbeziehen, die dazu dienen, die erworbenen Erkenntnisse anwendend überprüfen zu können. Auf der Grundlage wissenschaftlich abgesicherter Forschungsergebnisse können Lösungswege für erkannte Problemstellungen im sportlichen Handeln erörtert, erprobt und ihre Ergebnisse praxisorientiert bewertet werden.
  • Eine mehr auf Methodenkompetenz ausgerichtete Unterrichtsplanung könnte Erhebungsmethoden und die mit ihnen verbundenen Instrumente der Auswertung stärker ins Blickfeld rücken.

Während für die Veranschaulichung der ersten beiden Schritte das obige Unterrichtsvorhaben etwas genauer skizziert wird (s. Rubrik "Unterrichtskonzeption"), werden die möglichen Alternativen in Form von Ausblicken angeboten.