Schulsportentwicklung
Mentales Training auf dem Prüfstand
Ein Beispiel aus der Unterrichtspraxis, in dem ein methodischer Aspekt ins Zentrum des Interesses rückt
Hinweise zur Darstellungsweise in dieser tabellarischen Auflistung s. u.
"Mentales Training auf dem Prüfstand"
| Gegenstände des Unterrichts |
Mögliche Arbeitsschritte und Methoden |
|---|---|
Was ist Mentales Training? |
- Ausgang von einem Fallbeispiel, Literaturanalyse, Arbeit mit der Präsenzbibliothek |
Wie trainiere ich mental? Was sind psychoregulative Maßnahmen? |
- Internetrecherche, Referat in Gruppen - Praktisches Erproben von psychoregulativen Maßnahmen |
Wie lerne ich im Sport? |
- Im praktischen Üben Lernstrategien wiederholen, Reorganisation von Bewegungsvorstellung bezüglich grundlegender Fertigkeiten und Fähigkeiten im Volleyball (Internetrecherche, Präsensbibliothek, Bücherei) - Analyse und Übertragung des "Handlungsmodells der Phasen des motorischen Handlungsprozesses" auf das eigene Lernen und Handeln - Entwickeln und Erproben von Lernwegen |
Was ist ein Experiment? |
- Recherche in der Fachliteratur, Präsenzbibliothek |
Wie muss ein Experiment in unserem Kurs aussehen? |
- Reorganisation von Wissen aus anderen Fächern |
Wie setzt man Versuchs- und Kontrollgruppen zusammen? |
- Sammeln von Daten, Entwickeln und Durchführen von Pretest, Eingangstest |
Wie wird das Experiment durchgeführt? Was passiert beim mentalen und praktischen Üben und Handeln? Welche Maßnahmen unterstützen das mentale Training? |
- Durchführung des standardisierten Tests (Protokolliertes Trainieren) - Selbstwahrnehmung des eigenen Bewegungsablaufs - Arbeit mit der Videokamera: Vergleich Selbstwahrnehmung mit tatsächlichem Ist-Wert (Videoaufnahme) - Systematische Recherche in Literatur und Internet - Anwendung psychoregulativer Maßnahmen |
Welche Aussagekraft haben die gewonnen Daten? Verifizierung oder Falsifizierung der Hypothese? |
- Ausgangstest, Auswertung des Experiments (Mittelwertvergleich) - Relativierung und Vergleich mit wissenschaftlichen Tests - Zusammenfassung der Ergebnisse, Reflexion des methodischen Vorgehens, Erarbeitung alternativer Fragestellungen |
Die Skizzierung des Unterrichts erfolgt nach folgenden Vorgaben:
- Die Fragen der ersten Spalte weisen sowohl auf motorische wie auf kognitive Prozesse hin, so dass Inhalte aus den Bereichen I und II zum Gegenstand werden.
- Verfahrensweisen aus dem Bereich III finden sich in der zweiten Spalte, soweit sie nicht selbst Gegenstand des Unterrichts sind. Sie sind vor allem als Anregung zu verstehen, die Gegenstände aus den Bereichen I und II methodisch vielfältig und schülerorientiert im Sinne wissenschaftspropädeutischen Arbeitens zu entwickeln. In das Vorhaben einbezogene Arbeitsformen und Methoden müssen natürlich bekannt bzw. gründlich erarbeitet - also selbst einmal Unterrichtsgegenstand gewesen - sein, um sie reflektiert und effektiv einsetzen zu können.
- In der zweiten Spalte wird v. a. auf Möglichkeiten hingewiesen, selbstständiges Arbeiten anzuregen und einzufordern. Bewährte lehrergeleitete Verfahrensweisen (Lehrervortrag, gebundenes Unterrichtsgespräch u. ä.) werden in der Regel nicht eigens aufgeführt.






