Schulsportentwicklung
Lernprogression
Wenn im Unterricht einmal exemplarisch ein selbstständig durchgeführtes Experiment unter Berücksichtigung der üblichen Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) durchgeführt worden ist, kann immer wieder auf das Experiment als Instrument des Erkenntnisgewinns zurückgegriffen werden. So könnte z.B. auf diesem Unterrichtsvorhaben ein Vorhaben aufbauen, das im Hinblick auf die Abiturprüfung die Verbesserung der Dauerleistungsfähigkeit bei Anwendung unterschiedlicher Trainingsmethoden oder Trainingsinhalte thematisiert. Oder es wird die Wirkung des Techniktrainings auf die Sprung- oder Wurfleistung experimentell mit der eines zielgerichteten Krafttrainings verglichen.
So kann auch im Fach Sport statt einer bloßen Stoffhäufung, vor der die Oberstufenrichtlinien zu Recht warnen, das für alle Fächer geltende Prinzip des Exemplarischen beachtet werden:
"Es gilt das Prinzip des Exemplarischen, das sich auf wesentliche, repräsentative und bedeutsame Fachinhalte beschränkt, die geeignet sind, übertragbare Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln. Die Auswahl der Unterrichtsinhalte soll so erfolgen, dass Vorwissen aktiviert und bereits Gekonntes weiterentwickelt werden kann." (LP, 29)
Konkret werden hier Vorkenntnisse aus dem Bereich "Lernen im Sport" aufgegriffen, wenn den Schülerinnen und Schülern deutlich wird, dass beim mentalen Trainieren ähnliche neuronale Prozesse ablaufen wie beim physischen Üben und Handeln (Carpenter Effekt). Auf dieser Grundlage können neurophysiologische Vorgänge vertiefend auch auf das Modell der Bewegungskoordination übertragen und neue Kenntnisse gewonnen werden.






