Schulsportentwicklung

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Leistungskurs Sport

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Anpassungsprozesse des Körpers verstehen und trainieren lernen

Ein Beispiel aus der Unterrichtspraxis zu einem langfristig angestrebten Lernergebnis

Unterrichtskonzeption für den Einstieg in das Gesamtvorhaben (grundlegendes Unterrichtsvorhaben)

"Anpassungsprozesse des Körpers verstehen und trainieren lernen"

Gegenstände des Unterrichts
(Fragestellungen)

Mögliche Arbeitsschritte und Methoden

Wie können erkenn- oder erspürbare Parameter bei einer physischen Belastung von einem Sportleistungskurs erfasst werden?

- Erstellen eines Beobachtungsbogens auf der Basis der eigenen Erfahrungen zur Erfassung der Belastungsparameter

- Erproben verschiedener motorischer Belastungen

Wie reagiert der Körper unmittelbar auf Belastungen mit differenter Intensität, Umfang, Dichte, Dauer und Pausengestaltung?

- Entwickeln und Erproben von Belastungsvariationen

- Auswertung und Analyse der erfassten Ergebnisse

- Weiterentwicklung des Beobachtungsbogens

Wie kommt es auf der Grundlage dieser Reaktionen langfristig zu biologischen Anpassungen?

- Recherche (Internet, Bibliothek etc.) und Analyse von Materialien zur Physiologie, Homöostase, Superkompensation, Energiebereitstellung etc. (evtl. fächerübergreifend)

- Referate zu den biologischen Zusammenhängen

Wie lassen sich diese Erkenntnisse in Trainingsprozessen wiederfinden?

- Analyse von Trainingsplänen (evtl. mit einer teilw. praktische Erprobung)

- alternativ: Aufstellen von Hypothesen und Abgleich mit Fachliteratur zur Trainingslehre

Welche Erkenntnisse lassen sich für ein eigenes Training ableiten?

- Überprüfung der Übertragbarkeit auf den Schulsport

- Erstellen erster Trainingskonzepte

Wo liegen individuelle konditionelle Möglichkeiten/Grenzen im Hinblick auf die Abituranforderungen?

- Analyse konditioneller Schwächen ggf. durch Tests, um diese im Rahmen einer Ist-Analyse gezielt zu eruieren

Wie sollte ein individuelles Training gestaltet werden?

- Planung weiterer Schritte selbstständigen Trainierens unter den jeweiligen Rahmenbedingungen

- Erstellen von Trainingsplänen

Die Skizzierung des Unterrichts erfolgt nach folgenden Vorgaben:

  • Die Fragen der ersten Spalte weisen sowohl auf motorische wie auf kognitive Prozesse hin, so dass Inhalte aus den Bereichen I und II zum Gegenstand werden.
  • Verfahrensweisen aus dem Bereich III finden sich in der zweiten Spalte, soweit sie nicht selbst Gegenstand des Unterrichts sind. Sie sind vor allem als Anregung zu verstehen, die Gegenstände aus den Bereichen I und II methodisch vielfältig und schülerorientiert im Sinne wissenschaftspropädeutischen Arbeitens zu entwickeln. In das Vorhaben einbezogene Arbeitsformen und Methoden müssen natürlich bekannt bzw. gründlich erarbeitet - also selbst einmal Unterrichtsgegenstand gewesen - sein, um sie reflektiert und effektiv einsetzen zu können.
  • In der zweiten Spalte wird v. a. auf Möglichkeiten hingewiesen, selbstständiges Arbeiten anzuregen und einzufordern. Bewährte lehrergeleitete Verfahrensweisen (Lehrervortrag, gebundenes Unterrichtsgespräch u. ä.) werden in der Regel nicht eigens aufgeführt.