Schulsportentwicklung

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Leistungskurs Sport

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Lernaufträge - ein hilfreiches Planungsinstrument für den Unterricht

Der Lehrplan Sport für die gymnasiale Oberstufe formuliert auf der Grundlage der Oberstufenrichtlinien für alle Fächer und der Rahmenvorgaben für den Schulsport die Aufgaben und Ziele für die pädagogische Arbeit in dieser Schulstufe. Diese grundsätzlichen Vorgaben müssen im Planungsprozess für den aktuellen Unterricht vor Ort jeweils konkretisiert werden. Dazu ist es hilfreich, nach Lernaufträgen für die Schülerinnen und Schüler zu suchen, die benennen, was im Lernprozess konkret getan werden soll; Lernaufträge also, die aus den Aufgaben und Zielen für den Sportunterricht abgeleitet sind und konkret auf die jeweils zu vermittelnden Kompetenzen Bezug nehmen.

Folgend sind solche Lernaufträge beispielhaft zusammengetragen ("beispielhaft" heißt an dieser Stelle, dass in der hier tätigen Autorengruppe eine Sammlung von Lernaufträgen erstellt worden ist, die für den eigenen Unterricht im Leistungskurs Sport wichtig sind oder sein könnten). Das geschieht in einer Gliederung, die sich an den Bereichen des Faches orientiert. Dabei werden Lernaufträge zu den "Bewegungsfeldern und Sportbereichen" aus der Blickrichtung der Pädagogischen Perspektiven aufgelistet, wobei auch die zugehörigen "Kenntnisse zur Realisierung des eigenen sportlichen Handelns" und "Kenntnisse zum sportlichen Handeln im sozialen Kontext" in den Blick genommen werden. Außerdem findet sich eine Zusammenstellung von Lernaufträgen, die "Kenntnisse über den Sport als Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit" betreffen, die für das Leistungsfach ja im besonderen Maße von Bedeutung sind. Abschließend werden Lernaufträge zusammengestellt, die "Methoden und Formen selbstständigen Arbeitens" in den Blick nehmen, die also helfen sollen, eine fachbezogene und fachübergreifende Methodenkompetenz aufzubauen bzw. weiter zu entwickeln.

Diese Sammlung möglicher Lernaufträge bietet in der gewählten Systematik einen für die Unterrichtsplanung hilfreichen Überblick, welcher der Vielfalt der Anforderungen im Fach Sport Rechnung trägt. Die Lernaufträge sind dementsprechend unterschiedlich umfassend und auf unterschiedlichen Anspruchniveaus formuliert. Ihre Verschiedenheit erfordert, dass sie im Unterricht unterschiedlich verfolgt werden. Einige Lernaufträge wird man sehr konkret in einem engeren unterrichtlichen Rahmen behandeln, andere nur langfristig über mehrere Halbjahre. Dies hängt nicht zuletzt von den jeweiligen Bedingungen und Absichten vor Ort ab.

Zudem liegt es auf der Hand, dass die an den Bereichen orientierte Zusammenstellung der Lernaufträge nicht trennscharf sein kann. Aber schließlich ist es müßig, sich darüber zu streiten, ob ein Lernauftrag wie z.B. "Sportpolitik und ihre Auswirkungen für den Breiten- und Spitzensport erfassen" aus der Blickrichtung der Pädagogischen Perspektive "Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen" gewonnen wird (wie in der folgenden Darstellung) oder ob die Befassung mit diesem Lernauftrag sich daraus ergibt, dass "Kenntnisse über den Sport als Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit" vermittelt werden sollen. Wesentlich ist allein die didaktische Herausforderung, sich in einem Kurs, in dem die oben genannte Pädagogische Perspektive profilgebend ist, diesem (oder einem ähnlich formulierten) Lernauftrag zu stellen und gemeinsam mit dem Kurs eine unterrichtliche Inszenierung zu dessen Bewältigung zu planen und durchzuführen.

Selbstverständlich kann und will keiner der Kataloge eine abschließende Aufzählung von fachbezogenen Lernaufträgen sein. Der Bereich von Bewegung, Spiel und Sport ist viel zu umfassend und zu sehr ständigen Veränderungen sowie unterschiedlichen Interpretationen und Ansprüchen unterworfen, als dass man hier endgültige Festlegungen treffen könnte. Hier soll lediglich ein systematisches Suchraster für die inhaltliche Planung eines Sportkurses, seiner Halbjahre und seiner konkreten Unterrichtsvorhaben vor dem Hintergrund des vereinbarten Kursprofils anschaulich vorgestellt werden. Werden auf diese Weise angemessene und herausfordernde Schwerpunkte gesetzt, können Lehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern in klaren Absichten, im überschaubaren Rahmen und für alle transparent an den entsprechenden Kompetenzen gezielt arbeiten.