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Leistungskurs Sport

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Kurssequenzen

Insbesondere im Leistungskurs Sport hat es sich als sinnvoll erwiesen, Kursprofile und die daraus entwickelten Kurssequenzen an einer Schule in gewisser Weise zu kanonisieren. Folgend berichtet ein Essener Gymnasiums darüber, wie der Leistungskurs über dort entwickelten Kurssequenzen und Organisationshilfen zu einer festen Größe im Schulleben werden kann. Die Ausführungen bieten einige in der Praxis erprobte und durch Materialien veranschaulichte Hinweise für Fachschaften, die den LK Sport im Rahmen ihres Kursangebotes für die gymnasiale Oberstufe neu einrichten oder seine Struktur überdenken bzw. aktualisieren wollen. Sie sind als bewährte Wegweiser zu verstehen, die andere Wege nicht ausschließen. Letztendlich gilt, dass die jeweiligen schulischen Rahmenbedingungen insbesondere das Angebot der Sport- und Bewegungsbereiche wesentlich mitbestimmen.

Welche Kursprofile für unsere Schule?

Die Arbeit einer Vielzahl von Fachschaften hat gezeigt, dass die Offenheit des Lehrplans es für das Kursangebot im Fach Sport zwingend notwendig macht, innerschulische Absprachen zu Inhalten, Gegenständen, möglichen Arbeitsformen und Methoden für die Kurse der Sek. II zu treffen, um ein qualitativ vergleichbares Unterrichtsangebot in den einzelnen Kursprofilen machen zu können. Wurden unmittelbar nach Einführung des Lehrplans von 1999 häufig sehr offene Formen der Bildung von Kursprofilen favorisiert, so hat sich - insbesondere an größeren Systemen - gezeigt, dass ein Vorstrukturieren der Kursangebote sinnvoll sein kann.

So auch bei uns: Ein erster Schritt hierzu war sicherlich die Eingrenzung des Kursprofilangebotes, das an unserer Schule auf Grund der spezifischen Rahmenbedingungen umsetzbar ist. Diese Vorgabe ermöglicht es, Kontinuität im Sportangebot zu erhalten. Die nun wählbaren Kursprofile haben sich an unserer Schule nach einer Vorlaufszeit von drei Jahrgängen ergeben. Anfangs konnte in der Grund- und Leistungskurswahl aus 50 Kursprofilen, die auf der Grundlage der Lehrplanvorgaben denkbar waren, eine Vorauswahl getroffen werden. Ausgehend von diesem ersten Meinungsbild und unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen der Schule wurde sodann ein Kurswahlangebot von fünf Kursprofilen herausgearbeitet und zur Wahl gestellt - begleitet von einer Vorabinformation (s. Material 1). Letztendlich ergab sich - auch mit Blick auf ein kontinuierliches Kursangebot -, dass die im aktuellen Wahlbogen (s. Material 2) aufgeführten Kursprofile nunmehr eine gute Grundlage für die Konstitution von Kursen aus dieser Schule sind.

Erhebungen bei Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Bezirksregierung Düsseldorf ergaben, dass sich an vielen Schulen ähnliche bzw. vergleichbare Kursprofile herausgebildet haben, auch wenn sie über andere Verfahrenswege angestrebt wurden - z.B. über eine Absprache des Kursprofils in den ersten Stunden des Kurses, was vor allem an kleineren Systemen vielfach geschieht.

Was leisten schuleigene Kurssequenzen?

Die Kontinuität des Kursangebotes einer Schule wird auch dadurch gefördert, dass den Schülerinnen und Schülern der Sek. II die curricularen Erwartungen offen dargelegt werden. Es sollte für sie transparent sein, was sie in den einzelnen Kursprofilen erwartet. So sollte für sie sichtbar werden,

  • dass die Ausrichtung an bestimmten Pädagogischen Perspektiven spezifische Auswirkungen auf die Auswahl und Vermittlung der Inhalte in den ihnen vertraut erscheinenden Bewegungsfeldern haben;
  • dass die Kursprofile einer Schule Gemeinsamkeiten aufweisen, insbesondere bezüglich der Lerninhalte aus den Bereichen II und III;
  • dass aber auch bei jedem Kursprofil profilspezifische Merkmale erkennbar sind.

Dies sollte in einer kurzen, übersichtlichen Form geschehen. Die dazu entwickelten tabellarischen Übersichten von Kurssequenzen (s. Material 3) werden an unserer Schule mit einer langen Leistungskurstradition mit gutem Erfolg eingesetzt.

Auf dem Hintergrund dieser Information können die Schülerinnen und Schüler in Ruhe realistische, an der Schule auch umsetzbare Wahlentscheidungen treffen. über die Vorlage von beispielhaften Kurssequenzen erhalten sie einen guten Einblick in Inhalte und Verlauf des Unterrichts und können frühzeitig eigene Vorstellungen dazu einbringen.

Anmerkungen zu den beispielhaften Materialien

Ein wesentliches Anliegen im Lehrplan Sport ist dessen Ausrichtung an den Pädagogischen Perspektiven. Gerade auf den Leistungskurs bezogen hält sich in den Fachschaften immer wieder die Diskussion, dass die Berücksichtigung aller Pädagogischen Perspektiven nicht sinnvoll leistbar sei.

Um die Bedeutung der pädagogischen Ausrichtung für den jeweiligen Kurs herauszustellen, sind auf unserem Informationsblatt und dem Wahlbogen die Pädagogischen Perspektiven vorangestellt worden. Auch in der tabellarischen Übersicht zu den Kurssequenzen soll über die Stellung der Pädagogischen Perspektiven in der zweiten Spalte deren Gewichtung sichtbar werden. Die weitere Anordnung ist als Signal zu verstehen, dass Unterricht sich im Spannungsfeld zwischen Pädagogischen Perspektiven und den Sport- und Bewegungsbereichen entfaltet.