Schulsportentwicklung

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Theorie-Praxis-Bezug im Lehrplan Sport

 

"Die Schülerinnen und Schüler eignen sich in unmittelbarer Verknüpfung ihres sportpraktischen Tuns mit dessen reflexiver Durchdringung einschließlich weiterführender Fragestellungen zur Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport in unserer Gesellschaft Fachwissen an. Außerdem lernen sie, wissenschaftliche Verfahrensweisen im Rahmen selbstständigen Arbeitens anzuwenden und das eigene sportliche Handeln wie das anderer begründet zu bewerten.

Diese enge Verbindung von unmittelbar erlebtem sportpraktischen Handeln und dessen reflexiver Bearbeitung trägt nicht nur zur Entwicklung sportfachlichen Könnens bei, sie erweitert auch die Fach- und Methodenkompetenz. Hier erleben die Schülerinnen und Schüler zwei verschiedene Zugänge zur Wirklichkeit. Sie machen einerseits praktisch-körperliche Erfahrungen (z. B. zur körperlichen Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Anforderungsbereichen und unter verschiedenen Bedingungen: "Körper-Wissen"), zum anderen machen sie sich mit wissenschaftlichen Erklärungen solcher Erfahrungen vertraut (z. B. in Form biologischer und psychologischer Kenntnisse: "Wissenschafts-Wissen"). Indem sie diese beiden Aussagesysteme vergleichen und deren unterschiedliche Reichweiten erkennen, werden ihnen zugleich auch Möglichkeiten und Grenzen sowie die Ergänzungsbedürftigkeit wissenschaftlicher Aussagen bewusst. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und insbesondere die Möglichkeit, diese im Rückbezug auf die eigene Sport- und Bewegungspraxis unmittelbar wieder Gewinn bringend anwenden zu können, machen sie zunehmend selbstständig und unabhängig von Trends und leitenden Autoritäten." (LP Sport, S. 8)